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Eltern des kleinen Charlie (11 Monate) geben den Kampf auf


Großbritannien

Eltern des kleinen Charlie (11 Monate) geben den Kampf auf

Die Eltern des todkranken britischen Babys Charlie Gard geben den Kampf gegen die Gerichte und gegen die Ärzte des Londoner Krankenhauses, in dem ihr Sohn behandelt wird, auf. Der Anwalt der Familie zitiert die Eltern mit den Worten “Jetzt ist es zu spät”. Die Eltern erklärten, es sei nicht mehr im Interesse des Kindes, die Behandlung fortzusetzen. Allerdings sagte die Mutter von Charlie auch, er hätte ein normales Leben haben können, wenn er vorher behandelt worden wäre.

Charlies Vater erklärte in London: “Als liebende Eltern haben wir entschieden, dass es nicht länger in Charlies Interesse ist, die Behandlung fortzusetzen. Wir lassen unseren Sohn gehen – zu den Engeln.”

Offenbar hat sich der Gesundheitszustand des Babys weiter verschlechtert. Eigentlich wollten die Eltern das Kind, das an einer seltenen Erbkrankheit leidet, nichts sieht und nicht alleine atmen kann, in die USA ausfliegen, um dort behandelt zu werden. Die Eltern hatten per Crowdfunding im Internet das nötige Geld gesammelt. Charlie Gard leidet seit seiner Geburt an mitochondrialer Myopathie: Die Zellen seines Körpers funktionieren nicht richtig.

Die behandelnden Ärzte im Great Ormond Street Hospital in London hielten diesen Versuch für aussichtslos. Der Streit zwischen den Eltern und dem Krankenhaus war bis zum Europäischen Gerichtshof gegangen.

Noch im Juli 2017 hatten Charlies Eltern gehofft, eine Behandlung in den USA bedeute Hoffnung für Charlie.