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Texas: Explosionen in Chemiefabrik im Hochwassergebiet

In einer Chemiefabrik in Texas hat sich offenbar eine Explosion ereignet. Das berichten US-Medien.

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Texas: Explosionen in Chemiefabrik im Hochwassergebiet

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In einer Chemiefabrik im texanischen Crosby hat es zwei Explosionen gegeben. Seit den frühen Morgenstunden waren schwarze Rauchwolken ausgetreten. Offenbar hatten sich brisante Chemikalien erhitzt, weil die Kühlung der Anlage seit Tagen nicht mehr funktioniert.

Die Fabrik gehört dem französischen Unternehmen Arkema und liegt in der vom Harvey-Hochwasser betroffenen Stadt Crosby.

Der Leiter der US-amerikanischen Katastrophenschutzbehörde Brock Long bestätigte, dass der austretende Rauch eine Gefahr für die Bevölkerung darstellt:
“Wir machen Rauchwolken-Modellierung. Darauf basieren auch die Evakuierungen. Und ja, der Rauch ist unglaublich gefährlich. Wir sind sicher, dass wir alle Menschen aus dem betroffenen anderthalb Meilen Radius evakuiert haben.”

Im US-Bundesstaat Texas hatte am Wochenende der Wirbelsturm “Harvey” für einen Niederschlagsrekord – und massive Überschwemmungen gesorgt. Binnen weniger Tage waren in einigen Städten bis zu 125 Zentimeter Regen gefallen. Bisher sind mindestens 30 Menschen den Fluten zum Opfer gefallen, viele weitere werden noch vermisst.

Einsatzkräfte hatten in den vergangenen Tagen rund 8500 Menschen aus ihren Häusern gerettet, die meisten von ihnen wurden per Hubschrauber oder mit Booten in Sicherheit gebracht.

Rund 32.000 Menschen befinden sich in Notunterkünften, 210.000 hätten sich bereits für die Nothilfe registriert. Nach dem Ende des Regens stehen viele Anwohner vor dem Nichts. Mehr als 80 Prozent der Betroffenen sind nicht gegen Flutschäden versichert.

Zwar steht laut Katastrophenschutzbehörde FEMA ein Topf von 37 Millionen Dollar für die nötigsten Reparaturen und Ersatz für verloren gegangenes Hab und Gut zur Verfügung, doch Schätzungen gehen davon aus, dass die benötigte Summe um ein Vielfacher höher liegt.