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USA - Nordkorea: Beide Seiten drohen weiter

Nordkoreanischer UN Botschafter sagt: "Die USA werden die größten Schmerzen ertragen müssen"

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USA - Nordkorea: Beide Seiten drohen weiter

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Der UNO-Sicherheitsrat hat zum 9. Mal Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Donald Trump wollte mehr erreichen – zum Beispiel finanzielle Sanktionen – konnte aber mehr gegen China und Russland nicht durchsetzen. Verboten sind jetzt Textilexporte, Arbeitserlaubnisse für Nordkoreaner im Ausland, und Öllieferungen werden auf 2 Millionen Barrel oder ein Viertel pro Jahr gesenkt, Gas darf gar nicht geliefert werden.

Für Donald Trump ist das nicht einmal die halbe Miete: “Wir sehen das als weiteren kleinen Schritt, keine große Sache. Ich weiß nicht, ob das etwas bewirken wird. Ein 15:0 Votum (im Sicherheitsrat, Red.) ist nett, aber diese Sanktionen sind nicht zu vergleichen mit dem, was mit Sicherheit noch kommen muss.”

Der Nordkoreanische Botschafter bei den UN Han Tae Song sagte in Genf: “Das Regime in Washington hat sich für die politische, wirtschaftliche und militärische Konfrontation entschieden. Nordkorea ist bereit zu jeder Art von maximalen Reaktionen. Durch die kommenden Maßnahmen Nordkoreas werden die USA die größten Schmerzen ertragen müssen, Schmerzen wie sie sie noch nie in ihrer Geschichte erleiden mussten.”

Wirkung gezeigt hat bisher keine UN Resolution – Pjöngjang setzte bisher seine Tests und sein Atomprogramm trotz aller Warnungen fort. Denn Sanktionen sind das eine, ihre Umsetzung das andere. Beispiel Textilien – sie sind Nordkoreas zweitgrösstes Exportgut, das dem Regime eine gute dreiviertel Milliarde Dollar einbringt. Hauptabnehmer ist China mit vielfacher wirtschaftlicher Verflechtung in Nordkorea und einer 1.400 Kilomter langen Grenze. Die Umsetzung nicht nur dieser Sanktion wird also in den Händen der Schutzmacht liegen.