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Schatzfund auf Sylt: Schon Wikinger waren nicht arm

Silberschatz lag seit dem 10. Jahrhundert auf einem Acker - damals bis zu 25 Ochsen wert, heute unbezahlbar

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Schatzfund auf Sylt: Schon Wikinger waren nicht arm

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Im Sommer haben Archäologen auf einem Acker auf der Nordsee-Insel Sylt bei Morsum einen Silberschatz aus der Wikingerzeit (10. Jahrhundert) entdeckt. 180 Stücke, insgesamt rund ein Kilogramm schwer.

Ein Fund aus vielen Zufällen – Schon vor Jahrzehnten hatte ein Landwirt auf einem Feld eine „Ringfibel“ aus Silber gefunden, ein Schmuckstück, mit dem Gewänder verschlossen wurden. Vor zwei Jahren schaltete die Familie ihren Hausarzt ein und der Archäologen aus Schleswig. Die fingen zu graben an. Dabei entdecken sie auch die zu der Ringfibel passende Nadel.

Den Wert des Silbers geben die Archäologen mit dem Wert von 23 bis 25 Ochsen an. Heute ist der Schatz unbezahlbar und reif fürs Museum.

Kulturministerin Karin Prien (CDU) bekam den Silberschatz vom Acker von Claus von Carnap-Bornheim vom Archäologischen Landesamt präsentiert. “Besonders die Wikingerzeit ist im Norden in vielfältiger Weise durch Gräber, Burgen und Siedlungen vertreten. Das Bild wird nun ergänzt durch diesen reichhaltigen Hortfund, der uns sicher noch vieles über die Menschen dieser Zeit erzählen kann.” Das Archäologische Landesamt hofft, die Fundstücke schon bald einer breiten Öffentlichkeit zeigen zu können. Auch im Sylter Heimatmuseum soll zumindest die Gewandfibel ausgestellt werden.

su