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Medizin-Nobelpreis: 3 Amerikaner für Gen der inneren Uhr des Menschen

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Medizin-Nobelpreis: 3 Amerikaner für Gen der inneren Uhr des Menschen

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2017 geht der Medizin-Nobelpreis an die Amerikaner Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young für ihre Forschungen zur inneren Uhr des Menschen.

Die drei Forscher haben molekulare Mechanismen und ein Gen entdeckt, die über 24 Stunden die innere Uhr des Menschen regeln und den Schlaf-Wach-Rhythmus bestimmen.

Hall, Rosbash und Young hatten Fruchtfliegen erforscht, um den Schlaf-Wach-Rhythmus zu untersuchen. Die innere Uhr gibt es nämlich nicht nur beim Menschen, sondern auch für Tiere und Pflanzen.

Die Innere Uhr steuert nicht nur, wann wir müde werden. Sie reguliert auch unsere Körpertemperatur und Reaktionsgeschwindigkeit und andere überlebenswichtige Prozesse. Alle, die nicht im Schichtdienst mit Nacht- oder Wechselschichten arbeiten, merken beim Jetlag, wenn sie in andere Zeitzonen fliegen, dass der Körper den biologischen Takt vorgibt.

Die Nobelpreis-Woche startet traditionell mit der Auszeichnung für die Mediziner, später folgen Gewinner des Physik- und Chemie-Nobelpreises. Seit 1901 haben 211 Menschen den Nobelpreis für Medizin erhalten, 12 von ihnen waren Frauen.

Im vergangenen Jahr hatte der Japaner Yoshinori Ohsumi die höchste Auszeichnung für seine Entschlüsselung des Recycling-Systems in Körperzellen erhalten.

Die feierliche Übergabe des Preises findet am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel statt.