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Letzter Tag des Judo-Grand-Prix in Taschkent

Zum Abschluss des Judo-Grand-Prix in Taschkent gab es unter anderem Gold für Israel und die Ukraine.

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Letzter Tag des Judo-Grand-Prix in Taschkent

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Der Israeli Or Sasson ist unser Mann des Tages zum Abschluss des Judo-Grand-Prix in Taschkent.

Bei seinem ersten Auftritt seit seinem Bronzegewinn in Rio holte er sich das Schwergewichts-Gold im Kampf gegen den Kirgisen Krakowetskij, den er mit einem perfekten Sode tsurikomi goshi auf die Matten legte. Dafür gab’s einen Waza Ari, und Krakowetskij fand keine Zeit mehr zu reagieren.

Ein großer Auftritt für Sasson nach mehr als einem Jahr Verletzungspause. Mit seinem Sieg landete Sasson an der Spitze des Medaillenspiegels.

“Ich fühle mich toll, das ist mein erster Wettkampf seit Olympia. Es war wirklich hart, ich verletzte mich nach Olympia bei einem Basketballspiel am Knie. Ich wollte wirklich wieder kämpfen, ich habe das Gefühl sehr vermisst, und bin glücklich, hier in Tashkent mit dieser tollen Atmosphäre und den großartigen Leuten. Ich freue mich für mein Land. Ich möchte das mein ganzes Leben lang machen.”

Anastasiya Turchyn hatte es im Finale bis 78 Kilo mit Beata Pacut zu tun. Turchyn zeigte sich in Bestform und holte mit ihrem Gold die erste Medaille des Events für die Ukraine. Es ist ihre zweite Goldmedaille bei einem Grand Prix, schon in Tiflis landete sie im März auf Platz eins. Sie ist daher unsere Frau des Tages.

Komronshoh Ustopiriyon aus Usbekistan gewann bei den Männern bis 90 Kilo, sein Gegner Dilshod Choriev erhielt eine Strafe, damit war nach zehn einhalb Minuten die Partie durch Golden Score entschieden.

Zweifach WBA-Champ Ruslan Chagajew überreichte der Slowenin Anamari Velenšek Gold bei den Frauen über 78 Kilo, die herausragende Figur war aber Anzhela Gasparian, auch wenn sie am Ende nur Bronze holte. Mit ihrem erstaunlichen Uchi Mata hatte sie sich den Platz mehr als verdient.

Ramadan Darwish aus Ägypten traf im Finale der Männer bis 100 Kilo auf den Russen Niyaz Ilyasow. Der alte Hase aus Ägypten und Taschkent-Meister von 2014 hatte mit dem Neuling wenig Mühe. Es ist sein erstes Gold auf der World Judo Tour der IJF seit mehr als zwei Jahren.

Bei den Männern über 100 Kilo kämpften zwei Usbeken um Bronze: Bekmurod Oltiboev und Mukhsin Khisomiddinov. Dabei verschafften sie uns den Wurf des Tages: Mit einem starken Schulterwurf holte sich Oltiboev den Sieg. Es war die letzte Medaille für Gastgeber Usbekistan bei diesem Grand Prix.