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Filmemacher Weinstein unter Druck: "Mir geht's echt nicht gut!"

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Filmemacher Weinstein unter Druck: "Mir geht's echt nicht gut!"

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Der Druck auf Hollywood-Filmproduzent Harvey Weinstein nimmt zu. Wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe ermittelt mittlerweile die US-amerikanische und die britische Polizei gegen den 65-jährigen. Einzelheiten wollte die
Polizei zunächst nicht nennen. Vor dem Haus seiner Tochter ging Weinstein am Donnerstag Fragen von Reportern aus dem Weg. Mit den Worten “Mir geht’s wirklich nicht gut, aber was solls! Ich brauche echt Hilfe!” stieg er in ein Auto und verschwand.

Bisher haben insgesamt 13 Frauen angegeben, von Weinstein sexuell belästigt worden zu sein. Darunter Angelina Jolie und Gwyneth Palthrow, sowie weitere Hollywood-Schauspielerinnen.

Weinsteins Ehefrau Georgina Chapman hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe angekündigt, sich von ihm zu trennen.
Die Oscar-Akademie in Los Angeles hatte mitgeteilt, dass bei einer Dringlichkeitssitzung am Samstag über den möglichen Ausschluss von Weinstein beraten werden solle. Das in Vorwürfen beschriebene Verhalten Weinsteins sei “widerlich, abscheulich und gegensätzlich zu den hohen Standards der Akademie und der kreativen Gemeinschaft, für
die sie steht”, hierß es in einem Statement der Academy.

Weinstein ist seit mehr als 20 Jahren Mitglied des mächtigsten Verbands der US-Filmindustrie. Seine mit den Miramax-Studios und der Weinstein Company produzierten Filme wurden von der Academy mit insgesamt 81 Oscars ausgezeichnet. Fünf davon gewannen den Oscar als bester Film, für !Shakespeare in Love” gewann Weinstein persönlich
den Oscar als bester Produzent. Der US-Frauenverband NOW rief dazu auf, Weinstein die Mitgliedschaft zu entziehen.