Eilmeldung

Eilmeldung

Royaler Interessenkonflikt: Prinz Charles und der Emissionshandel

Die sogenannten Paradise Papers offenbaren nach Recherchen der BBC, dass der britische Thronfolger nicht sauber zwischen Amt und privatem Einkommen getrennt hat.

Sie lesen gerade:

Royaler Interessenkonflikt: Prinz Charles und der Emissionshandel

Schriftgrösse Aa Aa

Prinz Charles, Nummer eins der britischen Thronfolge, ist bekannt für seinen Ansatz zu Gunsten von Umwelt und Nachhaltigkeit. Doch dabei soll er nicht immer sauber gearbeitet haben. Nach Recherchen der BBC hat sich der Prinz von Wales und Herzog von Cornwall für die Abänderung von Klimaabkommen eingesetzt, ohne eigene finanzielle Interessen daran offenzulegen.

Es gehe dabei um den nach wie vor verbotenen Handel mit Regenwald-Emissionsgutscheinen und um rund 100.000 US-Dollar. Die sogenannten Paradise Papers zeigen demnach, dass sein Herzogtum Cornwall im Jahr 2007 Anteile an einem Unternehmen auf den Bermudas kaufte, das von einer Klimaregeländerung profitieren würde. Mit dem Direktor des Unternehmens sei der Prinz befreundet gewesen, so die BBC.

Der Sohn von Königin Elizabeth habe begonnen, sich für die Änderungen einzusetzen und zwar nur wenige Wochen nachdem die Firma auf den Bermudas ihm Unterlagen geschickt habe. Das Herzogtum hat mitgeteilt, dass Prinz Charles nicht direkt in die Investitionen involviert sei.

Den sogenannten Paradise Papers zufolge investierte auch die Queen in den Jahren 2004 und 2005 privat rund 10 Millionen Pfund steuerschonend auf den Bermudas und den Cayman-Inseln.

Die Süddeutsche Zeitung aus München hatte ein Jahr lang recherchieren lassen – heraus kamen die sogenannten Paradise Papers: