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Über 200 Erschütterungen in einem Monat: Warum bebt die Erde in den französischen Alpen?

Unruhige Zeiten in einem Tal in den französischen Alpen: Anwohnerinnen und Anwohner im Maurienne-Tal bei Chambéry wundern sich seit Monaten über die zahlreichen Erdbeben, die die Gegend…

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Über 200 Erschütterungen in einem Monat: Warum bebt die Erde in den französischen Alpen?

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Unruhige Zeiten in einem Tal in den französischen Alpen: Anwohnerinnen und Anwohner im Maurienne-Tal bei Chambéry wundern sich seit Monaten über die zahlreichen Erdbeben, die die Gegend heimsuchen. Expertinnen und Experten vom Netzwerk SISMalp, das die Erschütterungen beobachtet, haben seit Juli mehr als 400 gezählt. Allein im Oktober waren es demnach über 200. Das ist ungewöhnlich viel. Philippe Guéguen von SISMalp geht davon aus, dass es sich um ein “tektonisches Phänomen” handelt, bei dem kleinere Erdplatten, auf eine große Platte stoßen. Warum es aber auf einmal so viele kleine Erdbeben gibt, ist dem Seismologen nicht klar.


Zwischen dem 1. und 27. Oktober wurden im Maurienne-Tal 262 Erdbeben aufgezeichnet

Die meisten der Erschütterungen waren nicht stärker als 3 auf der Richterskala. Um Schäden an Gebäuden hervorzurufen, muss ein Erdbeben in der Regel einen Wert von mehr als 5 haben, so ist auch im Maurienne-Tal bisher nichts passiert. In den Alpen ist dieses Phänomen in der Vergangenheit bereits vorgekommen, so Guéguen. So habe es im etwa 150 Kilometer südlich gelegenen Ubaye-Tal 2012 mehr als 5000 kleine Erdbeben gegeben.

Für Unbehagen oder zumindest Neugier sorgt das Phänomen aber doch, vor allem, da die Beben stärker zu werden scheinen. SISMalp will die Erschütterungen durch zusätzliche Messstationen weiter beobachten. “Es ist schwer zu sagen, ob die Beben Lawinen auslösen könnten”, so Guéguen. Das Maurienne-Tal sei davon ohnehin betroffen.

Anwohnerinnen und Anwohner erzählen im Webforum einer Organisation, die Erdbeben beobachtet, wie sie die Erschütterungen erlebten. “Plötzlich aus dem Schlaf aufgeschreckt”, schreibt jemand. “Uns ist ein Glas aus dem Schrank gefallen, das Bett und die Fenster haben gewackelt. Und es ist noch nicht vorbei.”