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Teddy Riner holt 10. Weltmeistertitel in Marrakesch

Der Franzose Teddy Riner gewann seinen 10. Weltmeistertitel bei den World Openweight Judo Championships in Marrakesch.

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Teddy Riner holt 10. Weltmeistertitel in Marrakesch

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Am ersten Tag der World Openweight Judo Championships in Marrakesch erlangte Teddy Riner seinen 10. Weltmeistertitel – in einem bespiellosen Kampf.

Der Franzose entspricht per se der Definition eines Superstars. Nach einem Sieg im Eröffnungskampf gegen Iurii Krakovetskii aus Kirgisistan konnte er sein Können gegenüber seinem größten Herausforderer – dem Georgier Guram Tushishvili unter Beweis stellen.

Der amtierende Europameister gilt für viele als der Einzige, der Riner entthronen könnte. Doch es sollte in Marrakesch nicht der Tag des Georgiers werden.

Obwohl er Riner in Budapest ans Limit gebracht hatte, wies dieser seinen Herausforderer mit zwei Waza Ari auf seinen Platz zurück. Der mit Spannung erwartete Rückkampf hätte das Finale sein können, doch er endete mit einem Sieg für Riner.

Nach dem Aus für Teddy Riner stand dem Sieg des Franzosen nichts mehr im Weg. Den Tunesier Facial Jaballah fegte er in der dritten Runde beiseite, nach einem Wurf, der ihm einen Waza Ari einbrachte. Anschließend hielt er seinen Kontrahenten bis zu einem Ippon fest.

Mit einem Uchi Mata erzielte er gegen den Mongolen Temuulen Battulga den entscheidenen Ippon. Im Halbfinale stand er vor der Herausforderung den Kubaner Granda zu schlagen, nur einen Kampf von seinem zehnten Weltmeistertitel entfernt.

In unserer VIP-Ecke befragten wir Landsmann und Judo-Mitstreiter David Douillet zu den Erfolgen von Riner: “Es ist großartig. Es ist vor allem großartig für Teddy und natürlich für das französische Judo. Ich bin wahnsinnig glücklich, einen Kämpfer wie Teddy in unseren Reihen zu haben und dass das französische Judo bei jedem internationalen Wettkampf herausragt. Es ist wirklich wichtig, es ist eine Seltenheit solche Athleten zu haben. Teddy ist ein Ausnahmetalent der Judowelt.”

Im Finale traf Riner auf den Belgier Toma Nikiforov, von dem ebenfalls unser Bild des Tages stammt. Den spektakulären Schulterwurf hatte hat Nikiforov gegen den Marokkaner Adil Hajji eingesetzt.
Der Judoka zeigte die Einzigartigkeit der Openweight Weltmeisterschaften, als er das Finale zu einem Kampf im Stil von David und Goliath machte.

Doch Riner war nicht aufzuhalten. Er verpasste ihm zwei Waza-Ari-Punkte, während Nikiforov damit kämpfte seine ungeheure Kraft zu unterdrücken.

Und während es Riner nicht gelang, seinen belgischen Kontrahenten mit einem Killer-Ippon außer Gefecht zu setzen wurde er beim Ertönen des finalen Gongs von Emotionen überwältigt.

Rachid Talbi Alani, marokkanischer Minister für Jugend und Sport, überreichte Riner sein zehntes WM-Gold.

Über seinen Sieg sagte Riner: “Es ist richtig, es ist wirklich ein ganz anderer Stil, denn es gab 90, also weniger als 100 Kilogramm und die Schweren. Ich bin sehr zufrieden, sehr sehr zufrieden. Denn ich habe mir noch nie im Leben auszumalen gewagt, dass ich zehnmaliger Weltchampion sein würde. Als ich mit dem Judo anfing, habe ich nicht daran geglaubt, dass ich auch nur einmal Weltmeister werden würde. Es ist auch der “Alle Kategorien”-Titel, der renommierteste Titel im Judo, und ich bin stolz auf ihn.”