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Neue Verhaftungswelle in der Türkei

Gegen 360 Militärangehörige aus dem Raum Istanbul wurde Haftbefehl erlassen.

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Neue Verhaftungswelle in der Türkei

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Die türkische Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl für 360 Militärangehörige erlassen. Wie Medien berichten, sind mindestens 333 der Zielpersonen Soldaten. Die auf Istanbul konzentrierte Aktion ziele auf Unterstützer des Predigers Fethullah Gülen, der sich in den USA aufhält.

Gülen und sein Netzwerk werden beschuldigt, im letzten Jahr einen Putschversuch unternommen zu haben. Gülen bestreitet die Vorwürfe.

Unter der Anschuldigung, Verbindungen zur Gülen-Bewegung zu haben, wurden seit dem Putsch am 15. Juli 2016 mehr als 50.000 Menschen verhaftet, 150.000 wurden im öffentlichen und privaten Sektor entlassen oder vom Dienst suspendiert.

Westliche Verbündete und Menschenrechtsorganisationen werfen der Türkei vor, die Untersuchungen als Vorwand zu benutzen, um abweichende Meinungen zu unterdrücken. Ankara hingegen sieht darin den einzigen Weg, die Bedrohung, die von der Gülen-Bewegung ausgehe, zu bekämpfen. Das Militär, der Rechtsapparat sowie Schulen seien durch Gülen infiltriert, heißt es.

  • mit Reuters