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GroKo oder KoKo - wer will was warum? Erste direkte Gespräche in Berlin

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GroKo oder KoKo - wer will was warum? Erste direkte Gespräche in Berlin

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Knapp drei Monate nach den Bundestagswahlen und dem Scheitern der Jamaikaverhandlungen trafen sich CDU und SPD zu ersten Gesprächen in Berlin, wie eine Regierungsbildung überhaupt aussehen könnte. Drei Optionen sieht Angela Merkel - eine Minderheitsregierung ihrer CDU oder eine Neuauflage der grossen Koalition, die die SPD fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Die sieht einen dritten Weg, "KoKo" genannt. Einige Kernpunkte würden fixiert, der Rest der Regierungsarbeit wäre ständige Verhandlungssache. Die Groko lief gut für Merkel, eine KOKO würde der SPD mehr Profilierung erlauben, weil viles aktuell und öffentlich im Bundestag verhandelt würde.

Die CSU wiederum lehnt die Koko ab, sie führt ins Feld, einen GrKo sei die stabilere Regierungsform. In seiner Ablehnung zeigte sich Alexander Dobrindt, CSU Landesgruppenchef recht kategorisch: "Eine KoKo sei eine NoGo" für ihn.

Nach dem Treffen haben sich die Spitzen von CDU und CSU für Sondierungen zur Regierungsbildung ausgesprochen. Die SPD ist noch nicht entscheiden, sie braucht noch etwas Zeit: am Freitag were man beraten und dann entscheiden. Über die Aufnahme förmlicher Koalitionsverhandlungen muss ein Sonderparteitag der SPD entscheiden.