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Prozessauftakt gegen mutmaßlich entführten Vietnamesen

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Prozessauftakt gegen mutmaßlich entführten Vietnamesen

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Mit einem Großaufgebot der Polizei hat in Hanoi der Korruptionsprozess gegen einen mutmaßlich aus Deutschland nach Vietnam entführten Geschäftsmann begonnen.

Dem ehemaligen kommunistischen Funktionär Trinh Xuan Thanh wird vorgeworfen, sich als Chef eines staatlichen Baukonzerns persönlich bereichert zu haben. Bei einer Verurteilung droht dem 52-Jährigen die Todesstrafe.

Thanh verschwand im vergangenen Sommer unter rätselhaften Umständen aus Berlin, wo er sich um Asyl bemüht hatte. Die Bundesregierung ist überzeugt, dass er vom vietnamesischen Geheimdienst entführt wurde.

Konkret wird Thanh zur Last gelegt, als Chef des Baukonzerns PetroVietnam Construction Gelder zweckentfremdet und Schmiergeld kassiert zu haben.

Mit Thanh zusammen müssen sich 21 weitere ehemalige Manager wegen Misswirtschaft und Korruption verantworten. Das Urteil wird in etwa zwei Wochen erwartet.

Vietnam gehört zu den wenigen Ländern auf der Welt, in denen auch auf Korruption die Todesstrafe steht.