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Blutige Proteste gegen Mädchenmord in Pakistan

Die Eltern der getöteten Siebenjährigen werfen der Polizei Untätigkeit und schleppende Ermittlungen vor. Zwei Zivilisten kamen bei den Protesten möglicherweise durch Polizeikugeln ums Leben.

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Blutige Proteste gegen Mädchenmord in Pakistan

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REUTERS/Fayaz Aziz
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Die Vergewaltigung und Ermordung eines achtjährigen Mädchens hat in der pakistanischen Stadt Kasur zu blutigen Protesten geführt. Wütende Demonstranten attackierten unter anderem mit Steinwürfen eine örtliche Polizeiwache und mehrere weitere behördliche Einrichtungen.

Sicherheitskräfte versuchten nach eigenen Angaben mit Schüssen in die Luft die Wache zu schützen. In dem Chaos wurden zwei Zivilisten getötet und drei weitere verletzt, die Todesursache ist unklar. Augenzeugen berichteten, Polizisten hätten auch auf Demonstranten geschossen.

Die Leiche des in der vergangenen Woche entführten Mädchens war am Dienstag in einer Mülltonne entdeckt worden. Die Achtjährige war auf dem Weg in eine Koranschule entführt worden, während ihre Eltern auf einer Pilgerreise in Saudi-Arabien waren. Die Eltern werfen der Polizei unter anderem eine zu späte Reaktion und schleppende Ermittlungen vor.

Im vergangenen Jahr gab es in Kasur ein Dutzend ähnliche Fälle von entführten, vergewaltigten und dann ermordeten Mädchen.

Eine landesweite Initiative fordert von der Regierung besseren Schutz von Kindern und eine Bestrafung des oder der Täter.