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Kritik im Europaparlament an Krise in Rumänien

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Kritik im Europaparlament an Krise in Rumänien

Rumäniens zurückgetretener Ministerpräsident Mihai Tudose
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Der zweite Rücktritt eines rumänischen Ministerpräsidenten binnen weniger Monate hat das Land erneut in eine Krise gestürzt.

Die regierenden Sozialdemokraten wollen nun eine Europaabgeordnete als Nachfolgerin nominieren.

Im Europäischen Parlament in Straßburg wurde der Streit innerhalb der Regierungspartei kritisch kommentiert.

Marian-Jean Marinescu von der konservativen Volkspartei forderte Neuwahlen.

Die regierenden Sozialdemokraten in Bukarest hätten nicht im geringsten das Interesse des Landes im Auge.

Für sie gehe es nur um Posten für ihre Mitglieder, sagte der rumänische Politiker.

Am Mittwoch will der bürgerliche Staatspräsident Rumäniens mit allen Parlamentsparteien über eine neue Regierung beraten.

Zu wenig um in Straßburg Vertrauen zu schaffen.

Rumänien sei ein Land, in dem die Korruption grassiere, sagte die deutsche Grünen-Abgeordnete Ska Keller.

Und das rumänische Anti-Korruptionsgesetz mache alles nur noch schlimmer.

Darüber müsse in Europa ernthaft diskutiert werden.

Nach dem Rücktritt des Ministerpräsidenten sei jetzt vieles offen.

Aber Europa könne nicht die Augen vor dem verschließen, was in einem Mitgliedstaat vor sich gehe, so Keller.

In Rumänien verfügen Sozialdemokraten und Liberale über eine komfortable Mehrheit im Parlament.