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Zugunglück in Italien: "Es hätte noch schlimmer kommen können"

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Zugunglück in Italien: "Es hätte noch schlimmer kommen können"

Entgleister Zug in einem Vorort von Mailand
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Vigili del Fuoco/Handout via REUTERS
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Dramatische Szenen in einem Vorort von Mailand, wo mitten im Berufsverkehr am Donnerstagmorgen ein mit mehr als 300 Menschen besetzer Pendlerzug entgleist ist. Mindestens drei Frauen wurden getötet, etwa hundert Menschen wurden leicht, zehn schwer, einige lebensgefährlich verletzt. Eines der drei Todesopfer hatte noch nach dem Unglück mit seiner Mutter telefoniert.

Im San Raffaele-Krankenhaus in Mailand sagt Doktor Faccincani, dass zehn Patienten direkt vom Unfallort eingelierfert wurden, zwei waren in lebensbedrohlichem Zustand, zwei sehr schwer und sechs mittelschwer verletzt.

Der Zug war auf dem Web von Cremona nach Mailand, als er in Pioltello entgleiste. Warum soll jetzt ermittelt werden. Ein Ingenieur sprach von einem "Strukturversagen der Gleise".

Ein Verantworlicher für den Schienenverkehr erklärt, dass 200 Züge pro Tag diese Strecke passieren. Sie werde regelmäßig zwei Stunden lang für Kontrollen gesperrt. Es sei sehr schwierig, etwas zum Grund für das Entgleisen zu sagen.

Die Zugstrecke gilt als eine der schlechtesten in Italien mit vielen alten Zügen. Es hätte noch schlimmer kommen können, meinen einige Augenzeugen.