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Gericht entscheidet über Gültigkeit des Haftbefehls gegen Julian Assange

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Für Julian Assange kann es ein lebensverändernder Tag werden: Am Dienstag wird ein Londoner Gericht über die Gültigkeit des Haftbefehls gegen den Wikileaks-Gründer entscheiden. Es geht darum, ob dieser fallen gelassen wird oder nicht.

Sollte die zuständige Richterin den Haftbefehl gegen Assange aufheben, könnte dieser die ecuadorianische Botschaft in London verlassen, und das nach nun über fünf Jahren.

Assange hatte sich 2012 einem Haftbefehl der britischen Behörden entzogen, indem er bei der Botschaft Asyl beantragt hatte, weil er einer Auslieferung nach Schweden entkommen wollte.

Am 26. Januar hatten Assanges-Anwälte vor dem Westminster Magistrates' Court in London argumentiert, dass der Haftbefehl zwecklos geworden sei. Der genannte Grund: Er stehe mit einer Untersuchung gegen Assange wegen mutmaßlicher Vergewaltigung in Schweden in Verbindung, die ohne eine Anklage des Beschuldigten zu Ende gegangen sei.

In Schweden hat man den Fall zu den Akten gelegt. Die Aussicht darauf, Assange zur Vernehmung nach Schweden zu bringen, sei nicht gut gewesen. Die schwedischen Behörden sind nicht mehr hinter Assange her, in Großbritannien droht ihm aber eine Festnahme, weil er 2012 gegen Kautionsbestimmungen verstoßen haben soll.

Sollte Assange vor dem Gericht am Dienstag Erfolg haben, könnte er sich aber auch dafür entscheiden, in der Botschaft zu bleiben: Der 46-Jährige fürchtet immer noch eine Auslieferung an die USA wegen der Wikileaks-Enthüllung vertraulicher US-Dokumente.

Sollte Assange vor Gericht am Dienstag aber verlieren, würde Assange nach wie vor eine Festnahme beim Verlassen der Botschaft in London drohen.