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Shoichiro Mukai: Gold und große Gesten

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Shoichiro Mukai: Gold und große Gesten

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Shoichiro Mukai war am zweiten Wettkampftag des Judo Grand Slam in Paris der Mann des Tages. Der Japaner kämpfte sich ins Finale der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm vor und forderte dort den Georgier Beka Gwiniaschwili heraus.

Gwiniaschwili weiß, wie es sich anfühlt, einen Grand Slam zu gewinnen, schließlich tat er das 2016 in Baku. In der französischen Hauptstadt aber war Mukai stärker. Der 22-jährige Japaner überrumpelte seinen gleichaltrigen Gegner mit einem Schulterwurf. Dafür erhielt Mukai einen Ippon, also einen ganzen Punkt - damit hatte er Gold sicher. Mukai zeigte anschließend großen Sportsgeist, als er dem angeschlagenen Gwiniaschwili von der Matte half.

„Ich vertrete Japan, also hielt ich es für angebracht, auch nach dem Kampf sportliches Verhalten zu zeigen. Das war einfach eine ganz natürliche Reaktion", so Mukai.

Auch die einheimischen Zuschauer hatten in der Kategorie bis 90 Kilogramm Grund zum Jubel: Axel Clerget gewann ebenso wie der Deutsche Eduard Trippel Bronze. Der zweimalige Judo-Olympiasieger David Douillet überreichte die Medaillen.

Sally Conway aus Großbritannien nahm ebenfalls Gold aus Paris mit nach Hause. In der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm bezwang sie Chizuru Arai im Finale - das glich durchaus einer Überraschung. Für Arai, immerhin die amtierende Weltmeisterin, gab es kein Entkommen aus dem Haltegriff der Britin. Conway tat es mit dem Sieg in Paris ihrer Trainerin Kate Howey gleich, die 1997 in der französischen Hauptstadt triumphierte.

„Den Grand Slam in Paris vor diesen tollen Zuschauern zu gewinnen... Ich bin sprachlos, das fühlt sich einfach toll an", sagte Conway.

In der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm gewann der Japaner Sotaro Fujiwara. Der Judoka ist gerade einmal 19 Jahre alt. Für seinen starken Uchimata im Finale gegen den Koreaner Lee Seungsu gab es den siegbringenden Ippon.

Sein Landsmann Kokoro Kageura bescherte der japanischen Mannschaft eine weitere Goldmedaille. Im Finale der Männer über 100 Kilogramm konnte der Koreaner Kim Sung-min den Ko-Uchi-Gari des Japaners nicht verhindern. Für die kleine Innensichel gab es einen Ippon - und das bedeutete: Premierengold für Kageura bei einem Grand Slam.

Die Halle in Bercy stand Kopf, als sich die Französin Audrey Tcheumeo im Finale der Damen bis 78 Kilogramm durchsetzte. Die Olympiazweite von Rio und Weltmeisterin von 2011 bezwang die Weltranglistenerste Guusje Steenhuis aus den Niederlanden.

Für den Wurf des Tages war der Franzose Cyrille Maret zuständig: Einfach sehenswert, wie er Peter Paltchik aus Israel auf die Matte legte. Maret gewann in der Gewichtsklasse über 100 Kilogramm Bronze.

Audrey Tcheumeo stole the hearts of the home crowd capturing gold #JudoParis2018

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