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Bulgarien: Rechtsextreme erinnern in Sofia an früheren Kriegsminister

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Bulgarien: Rechtsextreme erinnern in Sofia an früheren Kriegsminister

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In Bulgarien haben Nationalisten aus ganz Europa den früheren bulgarischen Kriegsminister Christo Lukow geehrt.

Mit Fackeln und Fahnen zogen die Teilnehmer, von denen auch einige aus Deutschland kamen, durch die Hauptstadt Sofia.

Organisiert wird der jährlich stattfindende Marsch von der rechtsextremen Bulgarischen National Union.

General Lukow war von 1935 bis 1938 Kriegsminister des Königreichs Bulgarien. Das Land war damals mit dem Dritten Reich verbündet.

Außerdem gründete und führte er den faschistischen Bund der Bulgarischen Nationalen Legionen.

Schon vor Beginn des Zweiten Weltkriegs hatte Lukow gute Beziehungen zu Nazi-Deutschland. 1943 wurde er von Kommunisten erschossen.

Kritik am dem Marsch kam unter anderem von Bulgariens Außenministerium. Die Kundgebung sei absolut inakzeptabel hieß es.

Die Regierung fürchtet um das Image des Landes, insbesondere, da Bulgarien gerade die EU-Ratspräsidentschaft innehat.

Auch die sozialistische Opposition, die US-Botschaft in Sofia und der Jüdische Weltkongress verurteilten die Veranstaltung.

Der Weltkongress fühlte sich an 1940 erinnert und schrieb: "Lukows Bulgarische Nationale Legionen halfen beim Mord an Tausenden Juden."

Die Bürgermeisterin Sofias hatte die Kundgebung eigentlich verboten, allerdings hob das Verwaltungsgericht das Verbot wieder auf.