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Zu Olympia gemogelt: Ungarns Shitstorm für Freestyle-Anfängerin Swaney

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Zu Olympia gemogelt: Ungarns Shitstorm für Freestyle-Anfängerin Swaney

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REUTERS/Mike Blake
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Elizabeth Swaney hatte immer einen Traum, an den Olympischen Spielen teilzunehmen.

Am Dienstag konnte sie sich ihren Traum erfüllen, aber Talent als Wintersportlerin hatte sehr wenig damit zu tun.

In den vergangenen vier Jahren hat die 33-jährige Swaney an rund einem Dutzend Ski-Wettbewerben rund um den Globus teilgenommen - alles auf eigene Kosten - um sich auf Pyeongchang vorzubereiten.

Keine ihrer Fahrten auf der Halfpipe brachte ihr mehr als 40 von 100 Punkten. Durch einfache Teilnahme gelang es ihr, ausreichend Punkte zu sammeln, um zu den Olympischen Spielen zu fahren.

Da sie ungarische Vorfahren hat, gelang es Swaney, Teil des ungarischen Olympia-Snowboard-Teams zu werden. Zuvor hatte sie vergeblich versucht, es in die Skeleton-Mannschaft von Venezuela zu schaffen.

Und dann war es soweit - Swaney samelte 31,40 Punkte. Damit lag sie fast 14 Punkte hinter der Nächstplatzierten und mehr als 40 Punkte hinter der Letzten der zwölf Erstplatzierten.

Dabeisein ist eben doch alles.

Reaktionen in Ungarn gespalten

Allerdings kam ihre Performance in PyeongChang nicht bei allen Fernsehzuschauern in Ungarn gut an.

In sozialen Netzwerken ärgerten sich einige Nutzer: "Das ist beschämend für Leute, die fünf Mal besser sind als du. Du hättest nicht zugelassen werden dürfen und es ist peinlich für unser Land."

Einige wurden regelrecht wütend und verletzend: "Sarah Burke dreht sich wegen dir in ihrem Grab um. Wenn du etwas Positives für den Freeski der Frauen tun willst, hören einfach auf mit dem Wettkampf und dem Skifahren und machen keinen Witz daraus. Du hast deine Instagrammfotos bekommen, jetzt geh nach Hause."

Doch andere sprachen ihr Lob aus: "Du bist ein Vorbild für mich". "Du bist legendär".