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"120 BPM" erhält französischen Filmpreis "César"

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"120 BPM" erhält französischen Filmpreis "César"

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In Frankreich sind die „Césars“ vergeben worden, die dortigen Filmpreise.

Als bester Film wurde ausgezeichnet „120 BPM“ des Regisseurs Robin Campillo.

Er handelt vom Kampf der 1989 gegründeten "Act Up"-Bewegung gegen Aids. Der Film gewann sechs Auszeichnungen, darunter für das beste Originaldrehbuch und die beste Musik.

Beste Regie

Der Preis für die beste Regie ging an Albert Dupontel für den Film „Wir sehen uns dort oben“.

Die burleske Tragikomödie ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Pierre Lemaitre, der dafür 2013 den "Goncourt"-Literaturpreis erhielt. Sie erzählt die Geschichte zweier Außenseiter, die sich in den letzten Wochen des Ersten Weltkriegs kennenlernen.

Beste Schauspieler

Die Auszeichnung als beste Schauspielerin erhielt Jeanne Balibar für «Barbara» von Mathieu Amalric. Der Film erzählt das Leben der Chansonsängerin Barbara.

Als bester Schauspieler wurde Swann Arlaud gewürdigt, für seine Rolle in dem Film „Petit Paysan“.

Ausländischer Film und Ehren-"César"

Den César als bester ausländischer Film gewann "Njeljubow" - oder "Loveless" - des russischen Starregisseurs Andrej Swjaginzew. Der Film handelt von einem Ehepaar, das vor der Scheidung steht und dessen Sohn spurlos verschwindet.

Der Film wurde 2017 in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet und ist auch für den Auslands-Oscar nominiert, der am Sonntag vergeben wird.

Swjaginzew war zuvor vor allem bekannt durch seinen Film "Leviathan" von 2014.

Die spanische Schauspielerin Penélope Cruz bekam für ihre Karriere den Ehren-"César".

Das weiße Band

Bei der Feier im legendären Pariser "Pleyel"-Konzertsaal kam die "Crème de la crème" des französischen Kinos zusammen, darunter Isabelle Huppert, Marion Cotillard, Juliette Binoche und Daniel Auteuil.

Viele Stars erschienen mit einem weißen Band am Revers oder am Dekolleté. Das Zeichen steht für die Kampagne "Maintenant on agit" (Jetzt handeln wir).

Sie setzt sich für die Opfer von sexueller Gewalt ein und folgt dem Beispiel der amerikanischen Hollywood-Initiative "Time's Up". Zu den Mitbegründerinnen gehört Vanessa Paradis, die die "César"-Verleihung eröffnete.