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Afrin-Offensive: "Verstörende Berichte von zivilen Opfern"

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Afrin-Offensive: "Verstörende Berichte von zivilen Opfern"

Afrin-Offensive: "Verstörende Berichte von zivilen Opfern"
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REUTERS/Khalil Ashawi
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Die Türkei setzt ihre Afrin-Offensive im Norden von Syrien fort, hat - u.a. laut der Agentur REUTERS - am Samstag den Ort Rajo eingenommen - wo es mehrere Tage Häuserkämpfe gegeben hatte - und kommt jetzt "Schritt für Schritt" der Stadt Afrin näher. Dabei beklagt der UN-Koordinator für Nothilfe "verstörende Berichte von zivilen Todesopfern, Verletzten und der Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Zivilisten".

Panos Moumtzis kritisierte auch die Kämpfe in der Region Ost-Ghouta. "Statt der dringend benötigten Kampfpause, sehen wir weiter Kämpfe und mehr Tote."

Während die Truppen von Baschaer al-Assad in der Nähe der Hauptstadt Damaskus in der von Aufständischen kontrollierten Region Ost-Ghouta vorankommen und Geländergewinne verzeichnen, haben die mit den Kurden der YPG verbündeten Regierungskämpfer in der Gegend um Afrin die schlimmsten Verluste erlitten, seit sie dort eingreifen.

Laut Angaben von Beobachtern wurden 36 Kämpfer einer den syrischen Präsidenten unterstützenden Miliz getötet.

REUTERS/Khalil Ashawi
Mit der Türkei verbündete Kämpfer in der Region AfrinREUTERS/Khalil Ashawi

Die Türkei setzt ihre Offensive in Afrin trotz der Aufrufe der UNO und verschiedener Politiker wie dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron fort. Die türkische Regierung hat erklärt, dass für sie die vom UN-Sicherheitsrat beschlossene Waffenruhe von 30 Tagen nicht für ihre Militäraktion in Syrien gilt, da Ankara diese als Kampf gegen Terroristen ansieht.

Die türkischen Truppen gehen in Nordsyrien vor allem gegen die Einheiten der YPG vor. Die YPG ist mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK verbündet, die nicht nur von der Türkei, sondern auch von der EU und den USA als Terrororganisation angesehen wird. Allerdings kämpfen die YPG - auch mit Waffen aus den USA - zusammen mit dem Westen gegen die Terrormiliz IS in Syrien.

Am Samstag hatten Tausende in Berlin gegen die Afrin-Offensive der Türkei protestiert.