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Was steckt hinter der Säure-Attacke gegen den Innogy-Finanzchef (51)?

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Was steckt hinter der Säure-Attacke gegen den Innogy-Finanzchef (51)?

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REUTERS/Wolfgang Rattay/File Photo
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Der Manager Bernhard Günther (51), der beim Ökostrom-Konzern Innogy als Finanzchef arbeitet, ist am Sonntag auf dem Rückweg vom Bäcker vor seinem Haus in Haan bei Düsseldorf mit Säure attackiert worden. Nach zwei Männern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren wird gefahndet.

Günther schaffte es - durch die Säure-Attacke im Gesicht schwer verletzt - noch in sein Haus zurück. Dann wurde er mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Offenbar ist der Manager inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr.

Die Nachrichtenagentur dpa berichtet, dass Bernhard Günther vor ein paar Jahren schon einmal beim Joggen angegriffen und zusammengeschlagen wurde.

Zum Hintergrund der Säure-Attacke gibt es mehrere Überlegungen.

Bernhard Günther war - bevor er Finanzchef der Ökostrom-Tochter Innogy wurde - beim Mutterkonzern RWE als Finanzvorstand tätig. Inzwischen haben mehrere deutsche Energieunternehmen die Sicherheitsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter in Abstimmung mit der Polizei verstärkt.

Nach dem Angriff auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund gilt Finanzmarktmanipulation als ein mögliches Motiv für Angriffe. Ermittler prüfen, ob es auffällige Finanzmarktgeschäfte gibt. Innogy, die Ökoenergie- und Netztochter des RWE-Konzerns, will am Montag kommender Woche die Bilanz für das Geschäftsjahr 2017 vorlegen.

Eine weitere Hypothese hinter dem Angriff könnte die Tatsache sein, dass RWE auch den umstrittenen Abbau von Braunkohle betreibt. Gegen Braunkohlebergwerke hatte es Proteste von Umweltaktivisten gegeben.

Uwe Tigges, der Vorstandsvorsitzender von Innogy erklärte in einer Mitteilung: "Wir sind tief geschockt. Die Nachricht von dem Anschlag hat uns alle sehr betroffen gemacht. Wir sind in unseren Gedanken bei Bernhard und seiner Familie und wünschen ihm baldige Genesung.“