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Fall Skripal: "Kampagne gegen Russland"

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Fall Skripal: "Kampagne gegen Russland"

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Russland hat Vorwürfe, in den Vergiftungsfall Skripal verwickelt zu sein, entschieden zurückgewiesen. Maria Sacharowa, Sprecherin des Außenministeriums, sagte, solche Falschmeldungen zielten darauf ab, das russisch-britische Verhältnis zu stören.

„Auf die Titelseiten russischer Zeitungen schaffte es der Vergiftungsfall von Salisbury bisher nicht“, so euronews-Moskau-Reporterin Galina Polonskaya. „In Interviews bezeichneten derzeitige und ehemalige russische Geheimdienstler die Version, Moskau könne darin verwickelt sein, als lächerlich. Es sei nicht ihre Handschrift, eine Person, die nichts mit Spionage zu tun habe, anzugreifen.“

Sacharowa hatte Großbritannien aufgefordert, zunächst den Fall des vergifteten früheren Agenten zu untersuchen, ehe man Anschuldigungen ausspreche.

„Was Herrn Skripal passiert ist, wurde von westlichen Medien sofort genutzt, um eine Kampagne gegen Russland zu entfachen. Noch bevor die Lage überhaupt aufgeklärt ist, wurden wie immer wilde Gerüchte verbreitet. Mehr noch: Es handelt sich offensichtlich um eine gezielte Aktion", so Sacharowa.

Der im Exil lebende russische Geschäftsmann Michail Chodorkowski, der in seinem Heimatland 2003 wegen Betrug und Steuerhinterziehung verurteilt wurde und bis 2013 in Haft saß, sagte gegenüber euronews:

„Das ist eine traurige Situation, denn alle nehmen an, dass der Kreml, dass Russland die Schuld trägt. Es heißt: ‚Du arbeitest zuerst für Deinen Ruf und danach arbeitet Dein Ruf für Dich.‘ Leider ist das derzeit der schlechte Ruf des Kremls, den er in den vergangenen Jahren erhalten hat."