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Russlands Kommunisten machen in Moskau Wahlkampf

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Gut eine Woche vor den Präsidentschaftswahlen in Russland haben sich hunderte Mitglieder der Kommunistischen Partei in der Moskauer Innenstadt versammelt. Sie sind gekommen, um eine Rede ihres Präsidentschaftskandidaten Pawel Grudinin zu hören. Der 57-Jährige ist einer von sieben Herausforderern von Präsident Wladimir Putin, dessen Wiederwahl als sicher gilt.

"Die Regierung fürchtet sich", so Grudinin vor seinen Anhängern. "Sie hat Angst, dass die Menschen bei der Wahl für eine bessere Zukunft stimmen werden und für die Hoffnung darauf, dass wir die Welt besser und unser Russland reicher machen werden."

Der Parteilose Grudinin war im Dezember überraschend zum Spitzenkandidaten der Kommunisten gewählt worden. "Ich bin gekommen, um faire Wahlen zu fordern", so einer der Versammlungsteilnehmer. "Es ist mir egal, für wen die Menschen stimmen, aber die Wahl muss fair sein."

Laut Umfragen werden von Putins Gegenkandidaten nur Grudinin und der Rechtspopulist Wladimir Schirinowski mehr als fünf Prozent bekommen. Ein anderer Anhänger Grudinins sagt: "Alles hängt von unserer Einstellung ab, von der Einstellung der Bürger. Sie müssen sich verantwortungsbewusst verhalten. Sie müssen die Wahl als Ausdruck ihrer Bürgerrechte behandeln und als demokratische Institution. Dann wird daraus auch keine Farce werden. Die Bürger müssen selbst dafür sorgen, dass diese Wahlen fair sind."

Mehr als hundert Millionen Russen sind wahlberechtigt, aber die Regierung befürchtet, dass die Wahlbeteiligung sehr gering sein wird.