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Auschwitz: 12.000 Menschen erinnern an Holocaust-Opfer

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Auschwitz: 12.000 Menschen erinnern an Holocaust-Opfer

Auschwitz: 12.000 Menschen erinnern an Holocaust-Opfer
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Tausende Menschen haben im ehemaligen KZ Auschwitz der Opfer des Holocaust gedacht. Dem sogenannten „Marsch der Lebenden“ schlossen sich neben vielen jungen Teilnehmern auch die Präsidenten von Polen und Israel an.

Außerdem Auschwitz-Überlebende wie Jan Jablon: „Es ist das erste Mal nach 75 Jahren, dass ich hierher zurückkomme, um diesen Ort Kindern zu zeigen. Ich bin Zeuge des größten Verbrechens, das es je gegeben hat. Wir lebten täglich in der Angst, selektioniert zu werden, zum Krematorium gebracht, geschlagen oder ausgehungert zu werden.“

Samuel Bogler erzählt: „Wir hatten kaum etwas zu essen. Zwei Scheiben Brot, etwas Suppe. Das war alles für einen ganzen Tag. Und wir mussten sehr hart arbeiten."

Für Diskussionen sorgte das polnische Holocaust-Gesetz. Dieses stellt es unter Strafe, wenn Polen eine Mitschuld an den Nazi-Verbrechen gegeben wird. Den Zeugen dieser Verbrechen ging es beim Gedenktag vor allem um eine Botschaft: Nie wieder.

„Ich wurde von meiner Mutter getrennt. Und dann diese Unsicherheit, ob man bis zum nächsten Tag überleben, oder getötet und verbrannt werden würde“, schildert Bogdan Bartnikowski.

Zoltan Matyah sagt: „Was wir erleben mussten, darf nie wieder passieren.”

Rund 12.000 Menschen nahmen an der Gedenkveranstaltung in Polen teil. In Israel verharrten die Menschen landesweit für zwei Minuten im stillen Gedenken, um an die sechs Millionen ermordeten Juden zu erinnern.