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Was es bedeutet, Eltern in Europa zu sein: 6 Statistiken

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Was es bedeutet, Eltern in Europa zu sein: 6 Statistiken

Was es bedeutet, Eltern in Europa zu sein: 6 Statistiken
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REUTERS/Remo Casilli
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Wieviele Kinder bringt jede Frau im Durchschnitt auf die Welt?

Frankreich führt die Liste an. 2016 brachte eine Frau dort im Durchschnitt 1,92 Kinder zur Welt. Diese Zahl überrascht wenig, da der Staat mit einer Vielzahl von Unterstützungen für (werdende) Eltern lockt, zudem gibt es Steuererleichterungen, günstige Zugtickets für kinderreiche Familien (ab drei Kindern), und ein flächendeckendes Kita-Angebot.

Die wenigsten Kinder erblickten 2016 in Italien und Spanien das Licht der Welt, dort brachte jede Frau durchschnittlich nur 1,34 Kinder zur Welt. Diese beiden Staaten waren auch unter den Ländern, die schwer von der Wirtschaftskrise getroffen wurden. In Griechenland, das am härtesten von der Wirtschaftskrise betroffen war, liegt die Geburtenrate bei 1,38 Kindern pro Frau.

Deutschland rangiert mit 1,6 Kindern pro Frau (2016) im Mittelfeld.

Quelle: OECD

Wie alt sind die Frauen im Durchschnitt bei der Geburt ihres ersten Kindes?

Das niedrigste Durchschnittsalter bei der Geburt ihres ersten Kindes haben Frauen in Bulgarien mit 26 Jahren, gefolgt von Rumänien mit 26,8 Jahren und Lettland mit 26,8 Jahren. In Italien sind die Frauen mit 31 Jahren am ältesten, wenn sie ihr erstes Kind bekommen. In Deutschland liegt das Durchschnittsalter der Frauen bei ihrer ersten Geburt bei 29,4 Jahren.

Quelle: OECD

Wie viel Prozent der Eltern sind zur Geburt ihres ersten Kindes verheiratet?

In mehreren europäischen Ländern liegt die Prozentzahl der Kinder, die unverheirateten Paaren geboren werden bei mehr 50 Prozent. Auch hier liegt Frankreich vorn: 59,7 Prozent der Eltern sind bei der Geburt ihres ersten Babys nicht verheiratet. Am anderen Ende des Spektrums liegt Griechenland, hier sind es lediglich 9,4 Prozent der Eltern, die bei der Geburt ihres ersten Kindes unverheiratet sind.

In den vergangenen 30 Jahren hat sich dieser Prozentsatz vor allem in den traditionell katholischen Ländern wie Italien, Spanien und Irland drastisch erhöht.

Quelle: OECD

Prozentzahl der Geburten bei Teenager-Müttern

Die meisten Babys, die Teenagern geboren werden, gibt es in Rumänien. 14,2 Prozent der Neugeborenen haben Mütter im Teenageralter. Am niedrigsten ist diese Zahl in Slowenien, lediglich 1,6 Prozent der Mütter sind Teenager.

Wieviel voll bezahlten Urlaub bekommen (werdende) Eltern?

Die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern ist unverheiratet, schwanger und geht in Mutterschutz. Sie wird jedoch innerhalb weniger Wochen wieder arbeiten und verlässt sich darauf, dass ihr Partner, Clarke Gayford, zu Hause bleibt. Wäre eine solche moderne Arbeitsteilung auch für Eltern in Europa möglich?

Die Zahlen dieser Statistik sind sehr komplex und bilden nur einen Teil der Unterstützungen ab, die eine Familie in einem bestimmten EU-Land in Anspruch nehmen kann. In Griechenland beispielsweise gibt es große Unterschiede zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor. Die meisten Frauen erhalten nur 17 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub, und zusätzliche 26 Wochen "besonderen Mutterschaftsurlaub", wenn sie bei einem bestimmten Anbieter versichert sind.

Obwohl Schweden anscheinend nicht viel Mutterschafts- oder Vaterschaftsurlaub gewährt, gibt es zahlreiche Zulagen, die das Land tatsächlich zu den großzügigsten in Europa machen. Das Land ist in der Geschlechterparität führend, so dass beide Eltern neben dem geschlechtsspezifischen Urlaub für Mütter und Väter einen Anteil am bezahlten Elternurlaub haben.

Bulgarien bietet den großzügigsten bezahlten Urlaub für frischgebackene oder werdende Eltern. Frauen haben Anspruch auf 58,6 Wochen, unter der Voraussetzung, dass sie zuvor 12 Monate Versicherungsbeiträge geleistet haben. In Portugal wird zwar am wenigsten gezahlt, aber Eltern können länger zu Hause bleiben, wenn sie der Elternurlaub zwischen Vater und Mutter aufgeteilt wird.

Quelle: OECD

Erhalten frischgebackene Eltern einen Bonus?

Frischgebackene Eltern in Luxemburg erhalten eine großzügige Auszahlung. In Finnland konzentrieren sich die Ressourcen eine "Babybox". Diese gibt es seit 1938 und enthält essentielle Grundausstattung, sowie Babybekleidung.