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EU-Kommissarin und Branche einig: Mehr Mittel für den audiovisuellen Sektor

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EU-Kommissarin und Branche einig: Mehr Mittel für den audiovisuellen Sektor

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Die Internationalen Filmfestspiele von Cannes sind ein Aushängeschild für Europa – und für die EU-Kommission eine Frage der - gemeinsamen – Kultur.

Vor dem Hintergrund des Filmfestivals von Cannes wird handfest Politik betrieben. Networking, Zusammenarbeit, Finanzierung und Koproduktion sind Themen von EU-Konferenzen. Nach Jahren des Wachstums ist die europäische Filmproduktion wieder geschrumpft. In einem offenen Brief fordern europäische Filmemacher, Verleiher und Filmorganisationen die EU auf, mehr zu tun.

Sie begrüßen die 1,8 Milliarden Euro, die das MEDIA-Programm – zu deutsch „Maßnahmen zur Förderung der Entwicklung der audiovisuellen Industrie" der EU-Initiative „Creative Europe“ in den sieben Jahren bis 2020 in dem Sektor investiert. Andererseits fordern sie ein "ehrgeiziges Budget" für die nächsten sieben Jahre. Bei der EU-Kommissarin für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Marija Gabriel, rennen sie da offene Türen ein. Für sie haben Kultur und die Audio-visuelle Industrie Priorität:

Marija Gabriel, EU-Kommissarin für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft:

„Wir schlagen eine Aufstockung des „MEDIA“-Programms um 30% vor. Dafür hat auch die Mobilisierung von Regisseuren, von Schauspielern gesorgt und ich möchte ihnen danken. Ich möchte zwar darauf hinweisen, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Aber wir haben ihn weit vorangebracht in einem äußerst schwierigen Kontext – ich erinnere da nur an den Brexit. In einem Kontext, in dem es Prioritäten wie Migration und Sicherheit gibt. Aber wir sind uns alle einig, dass wir auch die Mittel haben müssen, auf europäischer Ebene zu agieren. Und für mich gehören Kultur und audiovisuelle Medien zu diesen Prioritäten.“

Ein neues Gesetz soll auch Quoten für Streaming-Anbieter wie Netflix und Amazon festklopfen, die mehr und mehr eigene Inhalte produzieren - mindestens 30% europäischer Inhalt soll es demnach sein.

Marija Gabriel, EU-Kommissarin für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft:

„Wir möchten ganz klar europäischen Werken mehr Sichtbarkeit verschaffen und gleichzeitig klar sagen, dass es dabei nicht nur um traditionelle Anbieter geht - Fernsehen, wie wir es kennen - sondern auch um Video on Demand. ... Wir meinen, dass wir wirklich gleiche Ausgangsbedingungen brauchen, und wir arbeiten in diese Richtung.“

Chris Burns, Euronews:

„Hier im größten Film- Getümmel rund um den Globus, setzt die Branche auf Hoffnung und Entschlossenheit, dass Europa seine Unterstützung trotz eines harten Haushaltskampfes verstärken wird.“

su

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