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Maduro gewinnt Präsidentschaftswahl mit knapp 68 %

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Maduro gewinnt Präsidentschaftswahl mit knapp 68 %

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REUTERS/Carlos Garcia Rawlins
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Amtsinhaber Nicolas Maduro hat die Präsidentenwahl in Venezuela wie erwartet gewonnen.
Laut dem Wahlamt erhielt er rund 68 Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung lag demnach bei rund 46 Prozent, hieß es.
Gut 80 Prozent waren es bei den letzten Präsidentschaftswahlen 2015.

Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses twitterte Maduro, Frieden und Demokratie hätten triumphiert.
Er sprach von einem historischen Tag.

Auf den zweiten Platz kam der Oppositionskandidat Henri Falcón mit rund 21 Prozent der Stimmen. Dritter wurde der evangelikale Priester Javier Bertucci.

Sowohl Falcón als auch Bertucci bestritten, dass die Wahl rechtmäßig abgelaufen sei. Beide sprachen von Unregelmäßigkeiten und verlangten, die Abstimmung zu wiederholen.

Das Oppositionsbündnis MUD boykottierte die Wahl und zahlreiche Länder sowie die Europäische Union wollen sie nicht anerkennen.

Venezuela steckt in der schwersten Krise seiner Geschichte. Wegen Devisenmangels kann das ölreichste Land der Welt kaum noch Lebensmittel und Medikamente einführen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das laufende Jahr mit einem Einbruch der Wirtschaftskraft um 15 Prozent und einer Inflationsrate von mehr als 13.000 Prozent.

Angesichts der humanitären Krise haben bereits Millionen Venezolaner das Land bereits verlassen.