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Klopp gegen Zidane: Kampf um die Fußballkrone

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Klopp gegen Zidane: Kampf um die Fußballkrone

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Das Olympiastadion in Kiew hat schon einige große Partien gesehen: 2012 etwa, als die spanische Nationalmannschaft mit einem 4:0-Sieg über Italien Europameister wurde. Real Madrid und der FC Liverpool machen hier am Samstag den Sieg in der Fußball-Champions-League unter sich aus. Real ist fast schon Dauergast im Endspiel und gewann den Wettbewerb in den vergangenen vier Jahren drei Mal. Doch die Erfolge der Vergangenheit zählen nicht, sagt Madrids Trainer Zinedine Zidane. Routine sei so ein Finale nie, meint der Franzose.

„Wir haben im dritten Jahr in Folge die Gelegenheit, ein Endspiel zu bestreiten. Man kann nicht sagen, dass wir nicht erfolgshungrig sind oder weniger erfolgshungrig als unser Gegner. Und dass wir mehr Finalerfahrung haben, bedeutet gar nichts", so Zidane.

Etliche Real-Anhänger wollen das Endspiel vor Ort, im Olympiastadion, verfolgen - und werden für ihre Reise tief in die Tasche greifen. Dass die Hotelpreise in der ukrainischen Hauptstadt pünktlich zum Champions-League-Endspiel kräftig anstiegen, rief auch die UEFA auf den Plan. Präsident Aleksander Ceferin sprach sogar von Missbrauch.

Die Fans des FC Liverpool sind weniger erfolgsverwöhnt als die Madrilenen. 2005 gewannen die Reds zuletzt die Königsklasse.

„Das ist eine sehr gute Mannschaft", sagt Trainer Jürgen Klopp über Real. "Doch so sollte es auch sein. In einem Endspiel sollte man einer richtig guten Mannschaft gegenüberstehen", meint der Deutsche. "Die gute Nachricht ist, dass auch wir eine gute Mannschaft sind - und wir sind voll motiviert. Wir arbeiten hart für unsere Träume, und das sind große Träume. Ich hoffe, dass wir in der Lage sein werden, das zu zeigen. Wenn das der Fall, dann haben wir eine Chance und die wird reichen."

Klopps Liverpool steht für viele Tore, eine nicht immer sattelfeste Verteidigung und dramatische Spiele. Allein im Halbfinalhin- und Rückspiel gegen Rom erzielte man insgesamt sieben Treffer und kassierte sechs. Wer - wie seine Mannschaft - nicht so viel Erfahrung auf diesem Leistungsniveau habe, müsse einfach mehr in die Waagschale werfen, auch wenn dieses Vorgehen mal Fehler nach sich ziehe, so Klopp. Laufen bis zum Umfallen und vor allem mutig sein, lautet Liverpools Devise.

Antonio Núñez, der einst das Trikot von Real Madrid und des FC Liverpool trug, sagte gegenüber euronews: „Wenn Reals Offensivspieler einen guten Tag haben, sind sie in der Lage, jeder Mannschaft der Welt so einige Treffer einzuschenken. Für den FC Liverpool gilt mehr oder weniger das gleiche. Liverpool hat Jungs wie Mo Salah, die ein Spiel alleine entscheiden können. Man hat bereits gesehen, dass Salah an einem guten Tag ganz allein den Unterschied ausmachen kann", so Núñez.