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Carlo Cottarelli könnte Übergangsregierung anführen

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In Italien herrscht nach der gescheiterten Regierungsbildung Katerstimmung. Staatspräsident Sergio Mattarella hatte sich geweigert, dem Vorschlag von Lega und Fünf-Sterne-Bündnis zu folgen, den Euro-kritischen Paolo Savona als Finanzminister aufzustellen. Mattarella hat jetzt den Ökonomen Carlo Cottarelli als möglichen Kopf einer Übergangsregierung ausgemacht.

Die Spitzen von Lega und der Fünf-Sterne warfen Mattarella angesichts der Ablehnung ihres Finanzministerkandidaten undemokratisches Verhalten vor. Auch die Einleitung eines Verfahrens zur Amtsenthebung des Präsidenten wurde ins Gespräch gebracht. Giuseppe Conte, der die Koalition hätte führen sollen, hatte sein Mandat zur Regierungsbildung an Mattarella zurückgeben.

„Ich stelle mir selbst die Frage, ob wir in einer Demokratie leben", so der Lega-Vorsitzende „In Italien entscheiden Italiener - oder sind es etwa die Deutschen oder Franzosen? Das ist aus meiner Sicht völlig unglaublich. Schade, dass ich damit meine Zeit vergeudet habe, das hätten sie uns vorher sagen können", zürnte Salvini.

Einer Technokratenregierung werde man im Parlament die Zustimmung verweigern, kündigten Lega und die Fünf Sterne an. Beide Parteien fordern Neuwahlen, was wohl aber erst im Oktober möglich wäre.