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Namensstreit: Griechenland und Mazedonien unterzeichnen Abkommen

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Namensstreit: Griechenland und Mazedonien unterzeichnen Abkommen

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REUTERS/Alkis Konstantinidis
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Griechenland und Mazedonien haben ein Abkommen zur Beilegung des Namensstreits unterzeichnet. Die von den Außenministern beider Länder unterschriebene Vereinbarung sieht vor, dass die ehemalige jugoslawische Republik sich künftig Nord-Mazedonien nennt. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras sprach bei der Zeremonie in der Grenzregion am Prespa-See von einem neuen Zeitalter der Kooperation und Stabilität. "Für dieses Abkommen waren viele Strapazen und unermüdliche Anstrengung nötig", so Tsipras. "Beide Seiten profitieren davon. Es ist eine Vereinbarung, mit der die grundlegenden Prinizipien und Werte beider Länder respektiert werden."

Man habe Berge versetzt, so der mazedonische Regierungschef Zoran Zaev. "Wir beenden heute einen jahrelangen Streit, der unsere Nachbarländer entzweit hat und ein Hindernis für eine freundschaftliche Beziehung war", sagte Zaev.

Bei Protesten griechischer Nationalisten gegen die Vereinbarung kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei - auch auf der mazedonischen Seite demonstrierten Hardliner.

Nikoletta Kritikou, euronews: "Tsipras bezeichnete die Unterzeichnung als 'historischen Schritt'. Zaev antwortete mit Aristoteles, indem er sagte, ohne Mut könne man nichts schaffen. Das Abkommen beendet 25 Jahre andauernde Verhandlungen. Jetzt wird mit der Ratifizierung und Umsetzung ein neues kompliziertes Kapitel aufgeschlagen."