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Harley-Davidson verlagert Produktion ins Ausland

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Harley-Davidson verlagert Produktion ins Ausland

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Der Handeskonflikt zwischen den USA und Europa hat ein erstes Opfer: Die amerikanische Vorzeige-Marke Harley-Davidson verlegt Teile ihrer Produktion ins Ausland, um Brüssels Einfuhrzölle zu umgehen.

Ärger im Weißen Haus

Er sei erstaunt, dass gerade Harley-Davidson die Ersten seien, die das Handtuch werfen, twitterte Trump. Er selbst habe hart für sie gekämpft. Anscheinend habe der Motrorradhersteller nur einen Vorwand gesucht. Zugleich zeigte sich Trump optimistisch, dass Harley-Davidson am Ende der Verhandlungen gar keine Zölle in der EU zahlen werde.

Die europäischen Einfuhrzölle gelten seit Freitag für diverse US-Produkte wie Whiskey, Jeans, Reis, Mais neben Motorrädern.

Ein herber Rückschlag für Trumps "America first"-Politik. Die Sprecherin des Weißen Hauses Sarah Sanders beschuldigte die EU, amerikanische Arbeiter mit ihrer unfairen Handelspolitik zu bestrafen. Präsident Trump werde weiter für einen freien und fairen Handel kämpfen in der Hoffnung, dass sich die EU dem anschließe.

Drohende Umsatzeinbußen

Harley-Davidson begründet den Schritt mit drohenden Gewinneinbußen in Europa. Durch die Zölle würde ein Motorrad dort rund 2.000 Euro mehr kosten. Mit knapp 40.000 verkauften Harleys im vergangenen Jahr ist Europa der zweitwichtigste Markt für die Firma nach den USA.

Indem Harley-Davidson seine Produktion nach Thailand, Indien oder Brasilien verlegt, will es die Zölle umgehen.