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Über 400 Migranten vor Gibraltar gerettet

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Über 400 Migranten vor Gibraltar gerettet

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Der spanische Seenotrettungsdienst hat über 400 Flüchtlinge im Mittelmeerraum geborgen, die versucht haben die Straße von Gibraltar zu überqueren.

Nach Angaben der Behörden wurden in den vergangen vier Tagen bei ruhiger See etwa 1.800 Migranten gerettet. Die Straße von Gibraltar ist der kürzeste Weg zwischen dem afrikanischen und europäischen Kontinent:

"Ich wusste, dass ich sterben könnte. Aber Gott ist da oben. Weil Gott weiß, dass ich in meinem bisherigen Leben nie Probleme verursacht habe. Menschen die Grenzen schließen wollen, denken nicht vernünftig. Migranten kommen nicht hierher, um schlechte Dinge zu tun. Wenn du hierher kommst, dann deshalb, weil du ein anderes Leben suchst, ein Leben, das besser für dich ist".

Laut spanischer Behörden nimmt die Zahl der Flüchtlinge bei gutem Wetter sprunghaft zu. Nach Dazu Lidia Alonso, Notfallkoordinatorin des Roten Kreuzes:

"Diejenigen, die in diesen Tagen ankommen, kommen unter guten Bedingungen. Wir sehen nicht viele Fälle von Unterkühlung oder Verbrennungen. Es stimmt, dass in den vergangenen Tagen viele Menschen Verbrennungen erlitten haben, besonders Menschen aus Marokko und Algerien, weil diese sich an Bootsmotoren verbrannten".

Armut und Gewalt treiben die Migranten auf die gefährliche Flucht in Richtung Spanien. Bis Mitte Juni wurden im Mittelmeer knapp 1000 Menschen tot geborgen oder vermisst gemeldet.