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Bundespräsidenten gedenken in Maly Trostenez

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Die Bundespräsidenten Deutschlands und Österreichs, Frank-Walter Steinmeier und Alexander Van der Bellen, haben gemeinsam mit ihrem weißrussischen Amtskollegen Alexander Lukaschenko an einer Gedenkveranstaltung im früheren Vernichtungslager Maly Trostenez teilgenommen.

An dem Ort südöstlich von Minsk wurden während des Zweiten Weltkrieges Zehntausende Menschen von der Waffen-SS und Wehrmachtssoldaten umgebracht.

„Das Wissen um das, was an diesem Ort geschehen ist, das wird hier zur tonnenschweren Last. Wer hierherkommt, der hat von den Verbrechen gelesen oder gehört, die hier von Deutschen an Belarussen, an ihren europäischen Nachbarn und an den eigenen Landsleuten begangen wurden“, sagte Steinmeier.

Alexander Van der Bellen sagte, in Maly Trostenez seien mehr österreichische Juden ermordet worden, als in jedem anderen Vernichtungslager. Gleichzeitig stehe Österreich zu seiner Mitverantwortung für die Verbrechen der Nationalsozialisten, so der Bundespräsident. Steinmeier betonte, die gemeinsame europäische Verantwortung für das „Nie wieder Krieg!“ gründe auch auf dem Wissen um das, was Menschen an diesem Ort ihren Mitmenschen angetan haben.