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Mexiko wählt den "Systemwechsel"

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Mit klarem Vorsprung hat sich in Mexiko der 64 Jahre alte Linksnationalist Andrés Manuel López Obrador bei den Präsidentschaftswahlen durchgesetzt.

Schon 2006 und 2012 war er angetreten, vor vier Jahren gründete er seine eigene Bewegung, die Moreno-Partei. Obrador positionierte sich als Außenseiter und Gegenkandidat zum Establishment. Die seit 70 Jahren den Staatsapparat dominierende bisherige Regierungspartei stürzte ab, die alten Oppositionsparteien ebenfalls, denn Mexiko steht vor großen Problemen: die Gewalt wächst, die Korruption ist offensichtlich, zugleich gibt es immer mehr Armut und Ungleichheit.

Knapp die Hälfte der rund 127 Millionen Mexikaner gehören zu den Armen und Abgehängten. Programmatisch hat sich der designierte Präsident noch nicht wirklich offenbart, versprochen hat er Schulstipendien, garantierte Renten oder Festpreise für die Bauern, die Gehälter der Beamten sollen halbiert, die Korruption bekämpft werden. Und Mexiko solle wirtschaftlich unabhängiger vom Ausland, sprich den USA werden.

Lopez Obrador wird von Teilen der Bevölkerung wie ein Messias gefeiert, er steht für eine Art Systemwechsel, und für den hat er jetzt den Rückhalt in der Bevölkerung.