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Mossul feiert 1 Jahr Befreiung

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Jubelszenen im irakischen Mossul: Ein Jahr ist es her, seit die Stadt von der IS-Herrschaft befreit wurde. Die Feierlichkeiten können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Situation nach wie vor angespannt ist.

Große Teile der zweitgrößten irakischen Stadt gleichen einem Trümmerfeld, die Aufräumarbeiten gehen nur schleppend voran. Viele der Bewohner haben auch nach einem Jahr kein festes Dach über dem Kopf, andere trauen sich gar nicht erst in ihre Stadt zurück.

Die Behörden geben der Regierung in Bagdad die Schuld dafür: "So Gott will, werden wir dieses Ereignis nächstes Jahr wieder feiern, in der Hoffnung, dass der Wiederaufbau der Stadt vorangeht und alle Vertriebenen in der Gegend wieder in ihren Häusern leben."

Luftbilder zeugen vom Ausmaß der Zerstörung. Mehr als 3000 Häuser, Schulen und Geschäfte sind allein in der dicht besiedelten Altstadt von Mossul zerstört worden. In vielen Stadtteilen fehlen Strom und fließend Wasser.

Nach Angaben der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" ist die medizinische Versorgung in Mossul katastrophal, den geschätzten 1,8 Millionen Einwohnern der Stadt ständen weniger als 1000 Krankenhausbetten zur Verfügung. Durch herabfallende Trümmer und explodierende Sprengkörper gibt es noch immer viele Verletzte.