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Handelsstreit: Chinas begrenzte Reaktionsmöglichkeiten

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Handelsstreit: Chinas begrenzte Reaktionsmöglichkeiten

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China hat die Ankündigung der US-Regierung, weitere chinesische Waren mit Zöllen zu belegen, als "Handelsschikane" und "irrationales Vorgehen" bezeichnet.

Bereits Anfang Juli hatten die USA Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von umgerechnet 29 Milliarden Euro verhängt. Peking reagierte mit Gegenzöllen in gleicher Höhe. Wie Chinas Antwort auf die neuen US-Zölle in Höhe von 170 Milliarden Euro ausfällt, ist noch nicht bekannt.

Trump: Handelsbeziehung "unfair"

US-Präsident Trump begründet seine umstrittene Strafzollpolitik mit dem enormen US-Handelsdefizit gegenüber China. Die sei Ausdruck einer unfairen Handelsbeziehung. Zudem wirft Trump China vor, sich durch Diebstahl geistigen Eigentums unfaire Vorteile zu verschaffen.

Um quantitativ angemessen auf die neuen US-Zölle reagieren zu können, mangelt es China allerdings an US-Importen. Im vergangenen Jahr exportierte China Güter im Wert von umgerechnet 431 Milliarden Euro an die USA, importierte von dort aber nur Güter vom Wert 111 Milliarden Euro – also etwa viermal weniger.

Deshalb erwarten Experten, dass Peking Maßnahmen ergreift, die US-Firmen wie Apple in der Volksrepublik treffen - etwa bei Genehmigungsverfahren oder Auflagen.

Volksrepublik ist größter ausländischer Gläubiger der USA

China hat in dem Konflikt als ausländischer Gläubiger der USA einen enormen finanziellen Einfluss. Die gesamte Staatsverschuldung der USA beträgt über 18 Billionen Euro. Ein Drittel davon bei Gläubigern aus dem Ausland. Der größte ist China. Sein Anteil liegt bei einer Billion Euro.

Befürchtet wird, dass sich der Streit zwischen China und den USA zu einem großflächigen Konflikt ausweitet, der die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen könnte.