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Nowitschok-Ermittlungen: Moskau verlangt Aufklärung

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Nowitschok-Ermittlungen: Moskau verlangt Aufklärung

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Die britische Polizei ist bei der Suche nach den Hintermännern des Nowitschok-Angriffs auf Ex-Doppelagent Sergej Skripal und dessen Tochter laut eines Medienberichts offenbar einen Schritt vorangekommen. Nach Informationen der britischen Nachrichtenagentur Press Associated (PA) sind mehrere mutmaßliche Täter durch Videos von Überwachungskameras identifiziert worden. Diese Aufzeichnungen seien mit Einreisedaten nach Großbritannien abgeglichen worden. Bei den Verdächtigen handele es sich um Russen.

Die Agentur beruft sich in ihrem Bericht auf Quellen aus dem Umfeld der Ermittler.

Auch eine inzwischen verstorbene Britin sowie ihr Lebensgefährte waren durch eine kleine Flasche mit dem Nervengift Nowitschok in Kontakt gekommen. Die Vergiftungen ereigneten sich in den benachbarten südenglischen Ortschaften Salisbury und Amesbury.

Bericht nur "wild spekuliert"?

Der britische Staatssekretär für Sicherheit, Ben Wallace kommentierte auf Twitter, der Agenturbericht gehöre in die Akte "schlecht informiert und wild spekuliert".

Russland verlangte nach den neuen Verdächtigungen eine Erklärung britischer Behörden.

Der russische Botschafter in Groß´britannien, AlexanderYakovenko, sagte: "Alle gegen Russland erhobenen Anschuldigungen beruhten nicht auf Fakten. Die britschen Ermittler haben keine Beweise. Abgesehen davon, wurde Russland bereits unmittelbar nach den Vergiftungen beschuldigt. Und diese Anschuldigungen korrespondieren nicht mit der Wirklichkeit."

Die britischen Ermittler gehen davon aus, dass die insgesamt vier Vergiftungen in einem Zusammenhang stehen. London warf Russland mehrfach vor, Drahtzieher des versuchten Mordanschlags auf die Skripals zu sein. Moskau wies dies mehrfach zurück.