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Messerangreifer von Lübeck Ali D. (34) in Untersuchungshaft

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Messerangreifer von Lübeck Ali D. (34) in Untersuchungshaft

Messerangreifer von Lübeck Ali D. (34) in Untersuchungshaft
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REUTERS/Fabian Bimmer/File Photo
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Der nach dem Messerangriff in einem Bus in Lübeck am Freitag festgenommene Ali D. sitzt nun wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft und schweigt weiter. Bei dem Angriff wurden 10 Menschen verletzt.Ali D. werden auch gefährliche Körperverletzung, Körperverletzung und versuchte besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen.

Der Vater des im Iran geborenen und in Lübeck lebenden Mannes bezeichnete seinen Sohn Ali D. - der als Kind nach Deutschland gekommen und schon lange Deutscher ist - in einem Interview mit SPIEGEL ONLINE als "psychisch labil". Der mutmaßliche Angreifer fühlte sich offenbar von seinen Nachbarn durch die Wand der Wohnung hindurch bedroht und hatte Angst vor Strahlenangriffen.

Seine Tochter durfte der 34-Jährige laut dem Vater nicht mehr sehen, deswegen sei Ali D. frustriert gewesen.

Zuletzt war der junge Mann offenbar arbeitslos, er soll zuvor bei der Bundeswehr gearbeitet haben.

Staatsanwaltschaft und Polizei rätseln noch immer über sein Motiv. Nach derzeitigen Erkenntnissen gebe es «eindeutig keinen terroristischen Hintergrund, weder in seiner Person noch in dem bislang recherchierten Umfeld», sagte Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote. Der CDU-Politiker und Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) waren nur wenige Stunden nach der Gewalttat am Freitagmittag in den Lübecker Stadtteil Kücknitz geeilt.

Am Wochenende sollen auch die Zeugen der Tat weiter vernommen werden. Fünf der zehn Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Drei von ihnen sind schwer verletzt, wie Oberstaatsanwältin Ulla Hingst sagte. Ein Opfer wurde demnach durch Messerstiche schwer verletzt. Der Täter habe ein Küchenmesser genutzt. In seinem Rucksack fanden Experten Brandbeschleuniger, aber «keine weiteren Sprengmittel oder Ähnliches», sagte Hingst. Die Polizei sucht auch noch Fahrgäste, die nach dem Vorfall den Tatort verlassen haben.

Nach Schätzung des Busfahrers waren zur fraglichen Zeit etwa 70 Menschen im Bus auf dem Weg nach Travemünde, wo am Abend die Travemünder Woche eröffnet wurde. Bei der Segelveranstaltung war erhöhte Polizeipräsenz deutlich sichtbar. «Es gibt aber keine konkreten Hinweise auf eine veränderte Sicherheitslage», sagte Grote. Dennoch gebe es eine Verunsicherung. Im Zusammenhang mit einem so großen Fest dürfe es keinen Raum für Spekulationen geben.