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Mathematiker Peter Scholze (30) erhält Fields-Medaille

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Mathematiker Peter Scholze (30) erhält Fields-Medaille

Mathematiker Peter Scholze (30) erhält Fields-Medaille
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Quelle: https://www.youtube.com/watch?time_continue=54&v=IgYHh906plg
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In Rio de Janeiro sind die diesjährigen Fields-Medaillen verliehen wurden. Unter den vier Gewinnern der weltweit wichtigsten Auszeichnung für Mathematik sind auch der Deutsche Peter Scholze sowie der in Zürich lehrende Italiener Alessio Figalli. Auch der iranische Kurde Caucher Birkar sowie der Australier Akshay Venkatesh wurden geehrt.

Vergeben werden die Fields-Medaillen - so etwas wie der "Nobelpreis" für Mathematik - von der in Berlin ansässigen Internationalen Mathematischen Union (IMU). Die Preisverleihung fand im Rahmen des Internationalen Mathematikerkongresses in der brasilianischen Millionenstadt statt.

Peter Scholze vom Hausdorff-Zentrum für Mathematik der Universität Bonn wurde in Rio für seine Forschung im Grenzbereich von Zahlentheorie und Geometrie ausgezeichnet. Der 30-Jährige ist der Entdecker der „perfektoiden Räume". Dank dieser Strukturen können ganze Zahlen besser als geometrische Gebilde betrachtet werden. Scholze ist bereits mehrfach für seine Arbeiten mit Ehrungen versehen worden, unter anderem erhielt er schon den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie den französischen Prix Peccot.

„Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für mich. Die Fields-Medaille ist eine der wichtigsten Auszeichnungen, die Mathematikerinnen und Mathematikern erhalten können - und wohl auch die bekannteste. Der Preis bedeutet mir eine große Anerkennung meiner Arbeit", wird Scholze seitens der Uni Bonn zitiert.

Scholze trat bereits mit 24 Jahren eine Professur in Bonn an und wurde damit der jüngste W3-Professor Deutschlands.

Peter Scholze

Der 34 Jahre alte Alessio Figalli ist Mathematikprofessor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Er erhielt die Fields-Medaille für seine Arbeit über die Theorie des optimalen Transports und deren Anwendung auf spezielle partielle Differentialgleichungen, metrische Geometrie und Wahrscheinlichkeit. Nach Angaben der ETH Zürich hat der gebürtige Römer „ein über 20 Jahre lang bestehendes Problem gelöst, das die sogenannte Monge-Ampère-Gleichung betrifft". Figalli studierte Mathematik in Pisa. 2008 trat er an der Polytechnischen Hochschule im französischen Palaiseau nahe Paris seine erste Professorenstelle an, später lehrte er in Austin (US-Bundesstaat Texas), ehe er im September 2016 an die ETH Zürich wechselte.