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Nicht alle Ausländer wollen die Ukraine verlassen: "Alles nur Bluff"

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Von Euronews  mit AP, AFP
Die US-Botschaft in Kiew ist geschlossen, aber nicht alle US-Amerikaner wollen gehen.
Die US-Botschaft in Kiew ist geschlossen, aber nicht alle US-Amerikaner wollen gehen.   -   Copyright  frame/AP   -  

Viele Länder haben ihre Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Ukraine aufhalten, aufgefordert, sie sollten das Land so schnell wie möglich verlassen. Viele sind dem Appell gefolgt. Doch nicht alle Ausländer in der Ukraine wollen gehen. Thomas Jones unterrichtet in Kiew Englisch, er sagt: "Die Leute stellen sich das so einfach vor. Dass man einfach abhauen kann. Wir haben doch unser Leben hier. Ich bin nicht erst seit gestern im Land. Ich bin auch nicht auf Urlaub hier. Ich habe zwar noch Familie in England, aber sollen meine Frau und ich dann bei den Verwandten auf der Couch schlafen? Dazu habe ich wirklich keine Lust. Wenn es wirklich brenzlig hier wird, ja, dann muss man sich überlegen, was es zu tun gilt."

Thomas Jones ist seit 2015 in der Ukraine und mit einer Ukrainerin verheiratet.

Auch der US-Amerikaner Andrew Kinsel, der als Consultant in Kiew arbeitet, sieht keinen Grund, jetzt alles abzubrechen. Er glaubt, die Russen würden bluffen, einmal kurz die Muskeln zeigen, und die Menschen in der Ukraine wüssten das. Er sagt: "Es gibt keine Schlangen an den Tankstellen, auch in den Läden ist alles normal. Wir gehen davon aus, dass heute in einem Jahr, oder in ein paar Monaten, oder auch nur in ein paar Wochen, oder vielleicht schon in dieser Woche, sich alles löst, und die Lage sich entspannt."

Dass seine Botschaft schon dicht gemacht hat, stört Andrew Kinsel nicht. Er ist auch schon seit 1992 in der Ukraine und hat eine Frau und zwei Töchter, die mit ihm in Kiew leben.