UPDATE: Angst vor dem Konvoi am Tag 6 des Kriegs in der Ukraine

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Von Alexandra Leistner
Auf Satellitenbildern ist der russische Militärkonvoi sowie brennende Häuser nordwestlich von Iwankiw, Aufnahme vom 28. Februar 2022
Auf Satellitenbildern ist der russische Militärkonvoi sowie brennende Häuser nordwestlich von Iwankiw, Aufnahme vom 28. Februar 2022   -   Copyright  AP/Satellite image ©2022 Maxar Technologies   -  

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Luftangriff auf den Fernsehturm in Kiew verurteilt. Der Sendemast steht an einem symbolträchtigen Ort des Zweiten Weltkriegs - nämlich beim Babyn Jar Holocaust Memorial - in der ukrainischen Hauptstadt.

Nach Angaben der ukrainischen Rettungsdienste sind am Dienstag im Zentrum von Charkiw mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen und 20 weitere verletzt worden. Russland hatte zuvor den Beschuss der zweitgrößten Stadt des Landes verstärkt.

Ein Konvoi russischer Panzer, Artillerie und Unterstützungsfahrzeuge mit einer Länge von etwa 65 Kilometern bewegt sich weiter auf Kiew zu. Das zeigen Satellitenbilder. Nach eigenen Angaben plant Moskau, wichtige Sicherheitsinfrastrukturen anzugreifen.

Militärexperten vermuten, Russland könne wie im Krieg in Syrien Kiew einkesseln und aushungern wollen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rief die Europäische Union in einer emotionalen Ansprache an die Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf, "zu beweisen, dass Sie an unserer Seite sind".

Alle Entwicklungen an diesem Dienstag im Liveblog.

01.03.2022
00:17

In diesem Ticker finden Sie weitere Informationen zum Krieg Russlands in der Ukraine

  • Charkiw im Osten des Landes unter schwerem Beschuss - Rakete schlägt auf Freiheitsplatz ein. Es ist die Rede von vielen Toten. Kämpfe werden auch aus Kiew und Mariupol gemeldet.
  • EIn gewaltiger russischer Militärkonvoi aus Panzern und anderen Fahrzeugen rollt auf Kiew zu, auch in anderen Teilen des Landes dauerten die Gefechte an.
  • Der Internationale Strafgerichtshof ICC in Den Haag will wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in der Ukraine ermitteln
  • Am Montag hatten die Delegationen aus Russland und der Ukraine 5 Stunden lang in Belarus verhandelt. Doch beide Seiten stellten Forderungen, die für die jeweils andere Seite inakzeptabel sind.
02.03.2022
00:34
Eine Karikatur aus der TIMES.
01.03.2022
23:52
Belgien schließt die Botschaft des Landes in Kiew - und verweist auf die Vertretungen in den Nachbarstaaten.
01.03.2022
21:42
Auf Twitter teilt ein Ex-Soldat, wie Ausländer sich den ukrainischen Truppen anschließen können. Präsident Selenskyj hatte wiederholt dazu aufzugerufen.
01.03.2022
21:28
Der Filmemacher Emir Kusturica hat in der vergangenen Woche den russischen Verteidigungsminister getroffen. Er bestreitet aber, dass er einen hochrangigen Posten bekommen haben. Der Serbe soll aber ein Theater in Moskau leiten.
01.03.2022
21:23
Das Katapultmagazin zeigt die Karte der Kämpfhandlungen an Tag 6 des Krieges.
01.03.2022
18:32
Die Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG mit Sitz in der Schweiz hat nach Angaben einer Kantonsverantwortlichen Konkurs angemeldet. Zuvor war bekannt geworden, dass alle Angestellten entlassen worden waren.
01.03.2022
18:23
Kyiv Independent veröffentlichte eine Amateuraufnahme des Anschlags in Kiew
01.03.2022
18:18
Selenskyj über den Angriff auf den Kiewer Fernsehturm: "Die Geschichte wiederholt sich"
Der ukrainische Präsident hat sich in einem Tweet zu dem Luftangriff auf einen Fernsehturm in der Hauptstadt geäußert. 
In Babyn Yar befindet sich ein Massengrab, in dem vor allem jüdische Opfer liegen, die im Zweiten Weltkrieg von Nazi-SS-Kommandos getötet wurden. 
Auf Twitter schreibt Selenskyj zudem, dass er mit dem US-Präsident Biden telefoniert hat. Dabei hat er ihm offiziellen Angaben zufolge gesagt, der "russische Aggressor" müsse "so schnell wie möglich gestoppt werden".
01.03.2022
16:56
Russland trifft Fernsehturm in Kiew: Ausstrahlung unterbrochen
Ein russischer Luftschlag hat den Fernsehturm in Kiew getroffen, woraufhin die Ausstrahlung der Kanäle unterbrochen wurde, wie das ukrainische Innenministerium mitteilte. Der Schlag, der am sechsten Tag der russischen Invasion in der Ukraine erfolgte, habe Geräte im Turm "getroffen", erklärte das Ministerium. "Die Kanäle werden für einige Zeit nicht funktionieren", hieß es.