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Ist die schwere Hepatitis bei Kindern eine Form von Long Covid?

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Von Euronews  mit AFP, AP
An Hepatitis erkranktes Baby
An Hepatitis erkranktes Baby   -   Copyright  AFP Screenshot   -  

Wegen vermehrt auftretender schwerer Hepatitis bei Kindern werden Ärztinnen und Ärtze zu erhöhter Wachsamkeit aufgefordert. Laut Robert Koch-Institut (RKI) hat es auch in Deutschland bereits im Januar einen Fall gegeben.

In Großbritannien haben die Gesundheitsbehörden inzwischen mehr als 110 Kinder registriert, die schwer an Hepatitis erkrankt sind. In mehreren Fällen mussten sogar Lebertransplantationen vorgenommen werden.

Britische Forscherinnen und Forscher gehen davon aus, dass der Subtyp Adenovirus F41 die Hepatitis-Fälle ausgelöst hat.

Kinder im Alter zwischen 1 Monat und 16 Jahren betroffen

Betroffen sind auch in Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Dänemark und anderen Ländern Kinder im Alter von einem Monat bis hin zu 16-jährigen Jugendlichen. 

Die Kinder leiden vor allem unter Gelbsucht, Durchfall und Schmerzen im Unterleib.

Zusammenhang mit Covid-19 oder Lockdown?

Ob es einen Zusammenhang zwischen der Hepatitis bei Kindern und Covid-19 gibt oder ob die Erkrankungen eine Folge der Lockdowns sind, wird noch untersucht. In Großritannien gibt es derzeit viele Fälle von Covid-19 bei Kindern - allerdings wurden zuvor kaum Leberschäden durch SARS-Cov-2 beobachtet. 

Auf Twitter verweist Dr. Feigl Ding auf Studien aus Israel, die darauf hindeuten, dass die Hepatitis eine Form von Long Covid bei Kindern sein könnte. Von den 12 Hepatitis-Fällen in den vergangenen vier Monaten waren 11 Kinder im Jahr zuvor mit dem Coronavirus infiziert. Keines der Kinder war gegen Covid-19 geimpft.

Die britische Epidemiologin Dr. Deepti Gurdasani hält ebenfalls den Zusammenhang zwischen Covid-19 und Hepatitis für plausible - und es sei wichtig herauszufinden warum.

Im Lockdown 2020 waren laut britische Ärztinnen und Ärzten die Erkrankungszahlen durch Adenoviren praktisch auf Null gesunken. Die fehlende Immunität durch frühere Infektionen könnte laut der Gesundheitsbehörde UKHSA jetzt schwere Verläufe begünstigt haben

Die ersten Fälle in den USA waren bereits im Oktober in Alabama aufgetreten.

Weitere Quellen • Ärzteblatt