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Entgegenkommen beim Kraftstoffpreis: Nicht genug für Ecuadors Indigenen-Gruppen

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Von Euronews  mit AP, EFE
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Studentin nimmt an den Protesten gegen die Regierung des konservativen Präsidenten Guillermo Lasso teil, 25.06.2022
Studentin nimmt an den Protesten gegen die Regierung des konservativen Präsidenten Guillermo Lasso teil, 25.06.2022   -   Copyright  Dolores Ochoa/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Zwei Wochen nach dem Beginn von Indigenen-Protesten in Ecuador hat Präsident Guillermo Lasso eine Senkung von Benzin- und Dieselpreisen um 2,6 US-Cent pro Liter angekündigt. Indigenen-Verbände hatten rund 10 Cent pro Liter für jede Art von Kraftstoff gefordert. In seiner Ansprache betonte der Präsident seine Bereitschaft zum Dialog:

"Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer, die den Dialog suchen, werden eine Regierung finden, die ihnen die Hand reicht. Diejenigen, die das Chaos, die Gewalt und Terrorismus unterstützen - werden die Macht des Gesetzes zu spüren bekommen."

Bei den zeitweise gewaltsamen Protesten forderten die Demonstrant:innen eine Senkung der Benzinpreise, Preiskontrollen für landwirtschaftliche Erzeugnisse und mehr Mittel für das Bildungswesen. Lasso hatte den Anführer des Streiks beschuldigt, einen Staatsstreich anzustreben.

Die Ankündigung kam nachdem Lasso den in sechs Provinzen verhängten Ausnahmezustand aufgehoben- und Regierungsvertreter erste Gespräche mit den Vertretern der Indigenen-Bewegung geführt hatten.

Letzterer kritisierten den Schritt des Präsidenten als “unzureichend”. Sie warfen ihm Unverständnis gegenüber Millionen von Ecuadorianern vor, die in Armut lebten. Zahlreiche Menschen in dem südamerikanischen Land leiden unter Lebensmittel- und Treibstoffknappheit.

Unterdessen wird das Parlament in dieser Woche erneut über einen möglichen Amtsenthebungsantrag der Opposition gegen Lasso beraten. Sollte der Antrag angenommen werden, stehen dem südamerikanischen Land Neuwahlen bevor.

Die Proteste, die das öffentliche Leben in der Hauptstadt Quito weitgehend lahmgelegt haben, haben bislang fünf Tote und 400 Verletzte gefordert.