Schummel mit Sex-Spielzeug? Wilde Spekulationen nach Ausscheiden von Schach-Champion Magnus Carlsen

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Von Euronews  mit AP, chessbrah, chessdom
Schach-Champion Magnus Carlsen aus Norwegen - ARCHIVBILD
Schach-Champion Magnus Carlsen aus Norwegen - ARCHIVBILD   -   Copyright  AP/AP   -  

Unter Schach-Fans und im Internet brodelt die Gerüchteküche, einige sprechen von der verrücktesten Geschichte in der Welt des Schach seit Jahren. Waren sogenannte Analperlen, also ein Sexspielzeug, mit von der Partie?

Bei einem Schach-Turnier in den USA hat sich der Champion aus Norwegen Magnus Carlsen (35) aus dem Wettbewerb zurückgezogen, nachdem er gegen den 19-jährigen US-Amerikaner Hans Niemann verloren hatte.  Viele in der Schach-Szene, die den mit 350.000 Euro Preisgeld dotierten Sinquefield Cup 2022 beobachtet haben, finden das Aussscheiden des Weltmeisters sehr merkwürdig. 

Magnus Carlsen selbst hat das Video mit Star-Coach José Mourinho gepostet, in dem von "big trouble, if I speak" die Rede ist. Hikaru Nakamura, die Nummer 6 der weltweiten Schach-Bestenliste - interpretierte den Satz auf Twitch und erklärte, Carlsen gehe wohl davon aus, dass Niemann betrogen habe.

Musk löscht seinen Tweet: "weil es in Deinem Hintern steckt"

Milliardär Elon Musk - der schon zuvor Schach-Turniere kommentiert hatte - macht sich auf Twitter über das Geschehene lustig - und löscht seinen Tweet danach. Doch wie Chessdom berichtet, war der Tesla-Gründer von der Theorie der Analperlen als "unterhaltsamstem Ergebnis" amüsiert - und er hatte geschrieben: "Talent trifft ein Ziel, das niemand sonst treffen kann, Genie trifft ein Ziel, das niemand sehen kann (weil es in deinem Hintern steckt)".

Über das mit einer Fernbedienung verbundene Sex-Spielzeug werden Vibrationen ausgelöst. So könnten während der Partie gegen Carlsen Informationen an Niemann weitergegeben worden sein.

Hans Niemann beteuert seine Unschuld

Die Theorie mit den Analperlen, die auf Englisch "anal beads" genannt werden, hatte Schachspieler Eric Hansen in die Welt gesetzt. Der 30-jährige Hansen ist Kanadier, seit 2013 Großmeister (GM) und betreibt den YouTube-Kanal "chessbrah", der 289.000 Follower hat.

Im Internet und im Interview beteuert Hans Niemann unter dem Titel "I have never cheated" ("Ich habe nie geschummelt") seine Unschuld. Er sei auch bereit, nackt Schach zu spielen, um zu beweisen, dass er clean sei.

Allerdings hatte Niemann zuvor eingeräumt, dass er vor einigen Jahren bei Online-Turnieren mihilfe eines Computers gewonnen hatte. Doch jetzt gibt sich der 19-Jährige kämpferisch: "Ich werde nicht zulassen, dass Chess.com, Magnus Carlsen und Hikaru Nakamura, die drei wohl größten Referenzen im Schach, meinen Ruf einfach ruinieren."