Neue ukrainische Drohnenangriffe auf die russische Region Kursk

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Von Nial O'Reilly
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Truppenbesuch im Donbas
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Truppenbesuch im Donbas   -   Copyright  Gabinete do Presidente ucraniano via AP

Auf einem russischen Flughafen bei Kursk brach nach weiteren, ukrainischen Drohnenangriffen ein Feuer aus, außerdem wurde eine Industrieanlage bei Kursk ebenfalls von Drohnen angegriffen, wobei offenbar ein Treibstoffdepot auf dem Gelände getroffen wurde. 

Wir haben die hohe Warnstufe für terroristische Bedrohungen ab heute um 15 Tage verlängert.
Roman Starovoit
Gouverneur der russischen Region Kursk

Das russische Verteidigungsministerium nannte die Angriffe „terroristisch“, die eigenen, schweren Raketenangriffe auf zivile Objekte in der Ukraine aber als "militärisch notwendig". 

Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte in Moskau: "Die russischen Streitkräfte führen mit Hochpräzisionswaffen hoher Reichweite massive Schläge gegen das System der militärischen Führung, Rüstungsbetriebe und die mit ihnen verbundenen Objekte, um das Militärpotenzial der Ukraine zu brechen."

Russlands Raketenangriffe haben seit Oktober die Energieversorgung der Ukraine massiv beschädigt. Millionen Menschen haben nur noch eingeschränkt Zugang zur Stromversorgung. Auch die Versorgung mit Wasser und Wärme ist vielerorts schwierig.

Die Ukraine schlägt zurück - mit Drohnen

Die ukrainischen Drohnenangriffe erfolgten am Ehrentag der ukrainischen Streitkräfte, als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj überraschend Donezk besuchte, wo er den ukrainischen Truppen seine Anerkennung zollte.

Im Donbass hat sich das Kampfgebiet ausgeweitet, es ist schwieriger geworden, und der Preis ist höher. Aber es gibt etwas, das unverändert bleibt - euer Mut, eure Ausdauer, euer Wille, für unsere Freiheit.
Wolodymyr Selenskyj
Ukrainischer Präsident

Der Besuch des Präsidenten dient der Moral der Truppe, die blutigen Kämpfe in Bachmut, dem Zentrum der Kämpfe um Donezk, fordern auch von den ukrainischen Soldaten einen hohen Blutzoll. Ein ukrainisches Krankenhaus nahe der Frontlinie in Bachmut – auch hier wird gekämpft, um das Überleben der Verwundeten.