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Als "Partner-Inhalte" werden Inhalte bezeichnet, die vom Werbetreibenden bezahlt und kontrolliert werden - nicht von der Euronews-Redaktion. Diese Inhalte werden von kommerziellen Abteilungen produziert - nicht von Euronews-Redakteur:innen oder Nachrichtenjournalist:innen. Der Finanzierungspartner hat die Kontrolle über die Themen, den Inhalt in Zusammenarbeit mit der kommerziellen Produktionsabteilung von Euronews.
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Dubai Chamber of Digital Economy

KI-Agenten statt Apps: Dubai will die nächste Tech-Welle anführen

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Ein Team nahm sogar eine 55-stündige Anreise aus Nicaragua auf sich, um im Rennen um den Titel dabei zu sein. Die Reise hätten sie auf sich genommen, sagt Saeed Al Gergawi, Vizepräsident der Dubai Chamber of Digital Economy, „weil sie wissen, dass Dubai ihnen die richtige Plattform bietet, um internationale Märkte zu bedienen“.

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Ein weiter Weg für einen App-Wettbewerb. Doch um einen reinen App-Wettbewerb handelt es sich längst nicht mehr. Nach drei Ausgaben erfindet sich die Create Apps Championship neu. Sie kehrt als Create AI Agents Championship zurück: ein globales Rennen um Systeme, die nicht nur Fragen beantworten, sondern selbstständig Aufgaben erledigen und Entscheidungen treffen.

Hamdan bin Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Kronprinz von Dubai, verkündete die Neuausrichtung bei der Ehrung der diesjährigen Gewinner am 7. Oktober. Das Ziel wird klar benannt: „Dubai zur ersten Stadt zu machen, die bei Innovationen in diesem Bereich eine führende Rolle einnimmt.“

Von Dubai in 153 Länder

Der Wettbewerb ist rasant gewachsen. 2023 als lokaler Wettbewerb gestartet, hat er bislang 15.564 Bewerbungen aus 153 Ländern angezogen. Allein in diesem Jahr waren es 9.754, mehr als in den ersten beiden Ausgaben zusammen.

Der Wettbewerb hat zur Entwicklung von 1.700 Prototypen und mehr als 140 veröffentlichten Apps beigetragen. Laut Al Gergawi waren mehr als 250 Mentoren aus aller Welt beteiligt. Angefangen hat alles als lokaler Wettbewerb. Mit der zweiten und dritten Ausgabe wurde der Wettbewerb international ausgerichtet. Zur dritten Ausgabe reisten Teilnehmer sogar aus Mittelamerika an. Jetzt geht es um mehr.

Mehr als ein Chatbot

Die Neuausrichtung folgt dem technologischen Wandel, und der ist gewaltig. Ein Chatbot beantwortet eine Frage. Einem KI-Agenten dagegen kann man ein Ziel vorgeben und ihn dann selbstständig darauf hinarbeiten lassen: Er prüft Informationen, nimmt Buchungen vor, legt Dokumente ab und kümmert sich um die Nachverfolgung, mit nur wenig menschlichem Zutun.

Für einen Wettbewerb rund um Apps ist das der logische nächste Schritt. Apps bringen Dienste aufs Smartphone. Agenten können diese Dienste im Auftrag der Nutzer verwenden.

Gründer, die den Wettbewerb bereits durchlaufen haben, arbeiten inzwischen selbst mit der Technologie. Für Rakesh Mavath, Mitgründer von Takeem, das bei der ersten Ausgabe zu den Gewinnern gehörte, ist die Sache klar. „Agentische KI ist aus einem einfachen Grund wichtig. Sie macht es den Verbrauchern leichter.“ Vieles davon bleibt unsichtbar. „Wir setzen auch im Backend in großem Umfang agentische KI ein, etwa für Verwaltungsaufgaben, Content-Marketing und die Markteinführung. Aber diesen Teil sieht die Öffentlichkeit nicht.“

Der Wettbewerb wird von der Dubai Chamber of Digital Economy ausgerichtet. Sie ist eine von drei Kammern unter dem Dach von Dubai Chambers und soll digitale Unternehmen, Talente und Investitionen ins Emirat holen. Das neue Format ist Teil einer umfassenderen Initiative, den Einsatz agentischer KI in Dubais Wirtschaft zu beschleunigen.

„Der Menschheit dienen“

Die Teilnehmer müssen ein echtes Problem ausfindig machen, einen KI-Agenten zu dessen Lösung entwickeln, seine Wirkung testen und zeigen, wie daraus ein Geschäftsmodell werden kann. Al Gergawi möchte, dass der Wettbewerb „jedem mit einer Idee, jedem Unternehmen eine Plattform bietet, um weltweit auf Augenhöhe mitspielen zu können“. „Letztlich wollen wir agentische KI einsetzen, um der Menschheit und den Volkswirtschaften weltweit zu dienen“, sagt er.

Für kleinere Akteure liegt der Reiz in der Produktivität. Laut Al Gergawi ermöglichen KI-Tools Unternehmen, „ihre Abläufe zu beschleunigen und ihre Produktivität zu steigern. Gerade kleine Start-ups können dank KI-Tools und agentischer KI mit großen Konzernen konkurrieren.“

Doch Produktivität ist nicht das einzige Kriterium. „Das Besondere an unserem Ansatz: Wir wollen sicherstellen, dass alle Teilnehmer und alle, die sich bewerben, damit einen positiven Beitrag für die Menschheit als Ganzes, für Unternehmen und für die Gesellschaft leisten.“

Aus Jahren werden Monate

Tempo ist das große Verkaufsargument. Die Idee: Innovatoren erproben ein Konzept in Dubai und bringen es dann in ihre Heimat. Dubai will „eine Plattform für Innovatoren aus aller Welt werden, auf der alle, die eine Idee haben, diese testen und anschließend auf ihren eigenen Märkten, in ihren Heimatregionen umsetzen können“, sagt Al Gergawi.

Ziel ist es, einen Weg, der normalerweise Jahre dauert, auf weniger als sechs Monate zu verkürzen.

Alter spielt keine Rolle

Es gibt kein Mindestalter, und niemand muss auch nur eine Zeile Code schreiben. Jugendliche können gegen Start-ups und etablierte Unternehmen antreten, und Al Gergawi sieht darin für sie einen Vorteil, kein Handicap.

Ihr Vorteil liege darin, „jung zu sein und sich viel schneller bewegen zu können“, sagt er. „Mit Blick auf die Wirtschaft von morgen ist es daher wichtig, die richtige Kultur zu fördern und junge Menschen früh einzubinden.“

Es steht viel auf dem Spiel. Die vier Kategoriesieger – Agenten für Gesellschaft, Privatleben, Business und Jugend – erhalten jeweils rund 128.000 Euro (550.000 AED), und einer von ihnen wird mit rund 232.000 Euro (eine Million AED) zum KI-Agenten des Jahres gekürt. In den ersten drei Ausgaben sollten die Teilnehmer eine App entwickeln. Bei der nächsten geht es um die Frage, ob ihre Agenten die Arbeit selbst erledigen können.

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