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Was hilft gegen Schulschwänzen?

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Was hilft gegen Schulschwänzen?

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Learning World beschäftigt sich diese Woche mit Schulschwänzern. Sie bereiten Schulen und Regierungen Kopfzerbrechen und mit zahlreichen Versuchen, von Zuckerbrot bis Peitsche, sollen sie wieder auf den rechten Weg gebracht werden.

Die argentinische Regierung hat ein Programm auf die Beine gestellt, um den Familien zu helfen.

Bildungsprämie in Argentinien

In Argentinien lebt ein Drittel der Bevölkerung in Armut. In den Favelas von Buenos Aires müssen viele Kinder arbeiten.

Die Regierung will die Kinder mit einer monatlichen Prämie von der Straße holen. Die Eltern bekommen das Geld, wenn sie ihre Kinder in die Schule schicken.

Das Rezept scheint aufzugehen. Den Behörden zufolge ist die Zahl der Schüler seit Einführung der Prämie vor zwei Jahren um ein Drittel gestiegen.

globalgeopolitics.net/wordpress/2011/02/22/argentina-pockets-of-child-malnutrition-despite-economic-boom

Strafmaßnahme in Frankreich

In Frankreich hat die Regierung eine andere Taktik gewählt, um den Kindern das Blaumachen auszutreiben. Wenn die Kinder wiederholt fehlen, wird den Familien das Kindergeld gestrichen. Mit dieser radikalen Maßnahme soll die Zahl der Schulschwänzer gesenkt werden.

Bereits 50 Familien wurden auf diese Weise bestraft und bis zu 30.000 haben eine Warnung erhalten.

Freie Mahlzeit in Äthiopien

In Äthiopien gehen tausende Kinder, die auf dem Land leben, nicht zur Schule. Ihre Eltern sind oft Hirten und kommen gerade so über die Runden. In den trockensten Monaten gehen die Familien mit den Herden auf Wanderung, auf der Suche nach Weideland und Wasser.

Schule ist dann ihre geringste Sorge. Doch das Angebot einer freien Mahlzeit in der Schule, zeigt Wirkung. Immer mehr Eltern schicken ihre Kinder zum Unterricht, vor allem die Mädchen profitieren davon.