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ABC-Korrespondentin: "Es ist ein gemeinsames Bemühen hier"

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ABC-Korrespondentin: "Es ist ein gemeinsames Bemühen hier"

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16 Minuten – das war die Zeit, die den Bewohnern von Moore blieb, um sich in Sicherheit zu bringen. Dann fegte 40 Minuten lang der Tornado durch die dicht besiedelte Kleinstadt vor den Toren der Metropole Oklahoma City. Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 300 Stundenkilometern schleuderte er Pferde und Lastwagen durch die Luft, ganze Häuserblöcke wurden dem Erdboden gleich gemacht.

Nial O’Reilly sprach für euronews mit ABC-Korrespondentin Marc Gonzales:

“Der Tornado, der Oklahoma getroffen hat, war eine der schlimmsten Naturkatastrophen seiner Art. Uns zugeschaltet ist nun Marci Gonzales von unserem Partnersender ABC News.”

Marci Gonzales, ABC:

“Wir wollen Ihnen einen Überlick über die Zerstörung hier geben. Dies hinter mir war eine Wohngegend. Die Häuser hier wurden platt gemacht, die Bewohner haben die Trümmer durchsucht, nach ihren Haustieren gesucht. Sie sehen, was von diesem Viertel übrig geblieben ist, so sieht es auch in anderen Teilen Oklahomas aus. Zwei Grundschulen wurden hart getroffen, Kinder wurden getötet. In zumindest einer von ihnen wurden viele Kinder verletzt. In einer anderen Schule geht es nicht mehr darum, nach Leuten zu suchen, sondern um Auräumarbeiten. Sie rechnen nicht mehr damit, Überlebende zu finden.”

euronews:

“Wie ist die Stimmung dort?”

Marci Gonzales, ABC:

“Die Leute sind am Boden zerstört, wenn man bedenkt, wie viele Menschen hier ums Leben gekommen sind, und wie viele davon Kinder waren. Es ist schwierig zu beschreiben, wie traurig die Menschen hier sind. Die Leute haben so etwas schon einmal erlebt, es gab hier 1999 bereits einen solchen Tornado.”

euronews:

“Das ist eine Tornado-Zone. Wie ist es möglich, dass Häuser so gebaut werden, dass sie einen solchen Tornado nicht überstehen?”

Marci Gonzales, ABC:

“Es war einfach ein extrem starker Tornado, die Alarmsysteme haben funktioniert. Die Sirenen haben 15 bis 20 Minuten vor dem Eintreffen des Tornados geheult, sonst wären vielleicht noch mehr Menschen umgekommen. Zumindest hat das funktioniert, und die Menschen konnten sich in Sicherheit bringen.”

euronews:

“Wie gehen die Behörden nun damit auf Staats- und Bundesebene um?”

Marci Gonzales, ABC:

“Es gibt enorme Anstrengungen. Wir sehen jede Art von Helfern, von lokaler bis zu Bundesebene. Erst kamen Helfer aus den benachbarten Kommunen, um zu helfen. Sie suchen in den Trümmern weiter nach Überlebenden, das ist wirklich ein gemeinsames Bemühen hier.”

euronews:

“Gibt es noch Hoffnung auf Überlebende?”

Marci Gonzales, ABC:

“Wie gesagt, in der Schule geht es nur noch ums Aufräumen. Sie rechnen nicht damit, dort noch Überlebende zu finden. Aber in den Gemeinden gehen immer noch Leute herum und hören, ob jemand in den Trümmern um Hilfe ruft. Die Leute suchen noch nach ihren Tieren, sie hoffen, dass sie ihre Tiere lebend finden.”